Ein wahrer Tanz zum Verlieben
Drama
Die Prinzessin von Cleve
Spielfilm
F/I 1961
ab 12
110 Min. (101 Min.)
Originaltitel: La princesse de Clèves
Frankreich im 16. Jahrhundert: Auf der Feier ihrer eigenen Hochzeit lernt die junge Prinzessin von Cleve den Herzog von Nemours kennen. Die beiden verlieben sich noch beim ersten Tanz. Das ist der Beginn eines Dramas.
Frankreich, im Jahr 1559: Der Hof Henris II. feiert im Louvre die Hochzeit des 40-jährigen Prinzen von Cleve mit der blutjungen und schönen Mademoiselle de Chartres, einer der besten Partien Frankreichs. Auf Aufforderung des Königs tanzt die Prinzessin mit dem Herzog von Nemours, einem der schönsten Männer am Hofe und beliebt unter den Frauen. Die beiden verlieben sich direkt, ohne ihr Gegenüber näher zu kennen. Dem Prinzen entgeht die Verwirrung seiner Frau nicht. Um den höfischen Intrigen und einer wahrscheinlichen Entlarvung zu entgehen, überredet die Prinzessin ihn, sich auf dem Land niederzulassen. Doch auch Nemours bleibt nicht tatenlos. Während einer Treibjagd setzt er sich ab und reitet zur Residenz seiner Angebeteten. Im Schlosspark wird er Zeuge eines Geständnisses: Die Prinzessin offenbart ihrem Mann ihre Gefühle und fleht ihn gleichzeitig an, sie vor sich selbst zu beschützen. Als der König bei einem Turnier tödlich verunglückt, besteigt der erst 15-jährige François II. den Thron. Der Prinz von Cleve beschließt, seine Frau vom Hofe zu entfernen. Sie lebt auf dem Land bei Paris, während er im Hofstaat des Königs verbleibt, der sich nach Chambord zurückgezogen hat. Doch die Entfernung entfacht erst recht die Leidenschaft. Nemours sucht die Prinzessin in ihrem Schloss auf, nur ein Zufall verhindert ein Treffen. Als ein intriganter Hofnarr, der Nemours gefolgt ist, dem Prinzen von seinen Beobachtungen berichtet, nimmt das Drama eine unerwartet brutale Wendung … Ein Film, der eine plötzliche Liebe in der kalten Distanz der höfischen Ordnung porträtiert und dabei Fragen nach Treue und Sehnsucht in ein neues Licht stellt. "Vielleicht gibt es mal eine Epoche, die, der Freiheit müde, sich die Skrupel der Madame de Clèves herbeiwünscht", schrieb Jean Cocteau, der den Roman der Madame de La Fayette für die Leinwand als Drehbuch adaptierte. Es war die zweite Zusammenarbeit zwischen Cocteau und Regisseur Delannoy, basierend auf dem gleichnamigen Roman, der 1678 anonym erschienen ein Bestseller war und als Schlüsselroman gelesen wurde. Die Autorin, Madame de La Fayette, wusste selbst einiges über Liebe und Leidenschaft. Durch eine Vernunftheirat an den Grafen La Fayette gebunden, war sie mehr als zehn Jahre lang die Geliebte La Rochefoucaulds, nach dessen nie verwundenem Tod sie ein zurückgezogenes und dem Jansenismus gewidmetes Leben führte.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Marina Vlady
Prinzessin von Cleve
Jean Marais
Prinz von Cleve
Jean-François Poron
Herzog von Nemours
Raymond Gérôme
Le Roi
Lea Padovani
La Reine Catherine de Médicis
Annie Ducaux
Diane de Poitiers
Hubert de Lapparent
Ambroise Paré
Josée Steiner
Madame de Martigues
Renée-Marie Potet
Mary Stuart
Henri Piégay
Le vidame de Chartres
Alain Ferral
Le Dauphin François
Ivan Dominique
Le Chevalier de Guise
Léa Gray
Madame de Mercoeur
Jean Delannoy
Regie
Jean Cocteau
Drehbuch
Henri Alekan
Kamera
Georges Auric
Musik
36892405