made in Südwest
Folge 219 | Wirtschaft + Konsum
Der bunte Schimmer einer dünnen Benzinschicht auf der Wasserpfütze, der farbige Glanz einer Seifenblase - es sind solche Licht- und Farbeffekte, die den dänisch-isländischen Künstlerstar Olafur Eliasson inspirieren. Das Material, das es ihm möglich macht, diese Effekte in seine Kunst einzubauen, kommt aus Stromberg im Hunsrück. Dort stellt die kleine Firma Prinz Optics ultradünn beschichtet Glas her, das das Licht in allen Farben des Spektrums reflektiert. Je nach Blickwinkel ändert sich der Effekt: Was eben noch glasklar war, erscheint im nächsten Moment in volltöniger Farbigkeit. Was beim Durchblick grün aussieht, reflektiert das Licht in grellem Pink. An die Künstler hatte Geschäftsführer Peter Röhlen bei der Entwicklung seiner Produkte ursprünglich eigentlich gar nicht gedacht. Sondern an Materialtests beispielsweise. In der Wüste Arizonas etwa steht eine riesige Filteranlage, die aus Sonnenstrahlen die Wärme herausfiltert. Das Ergebnis ist reines Sonnenlicht, mit dem dann die Leistung von Solarpanels kontrolliert wird. Dass nun immer mehr Künstler*innen und Designer*innen sich für seine Effektgläser begeistern und damit Neues und Aufsehenerregendes schaffen, freut Peter Röhlen. Mit dem SWR geht er auf eine Entdeckungsreise zu den Resultaten dieser Symbiose von Industrie und Kunst: zu einer Ballettaufführung im Heidelberger Theater, in eine Mainzer Galerie, zur Möbelmesse nach Köln und zum aufsehenerregenden Konzerthaus "Harpa" in Reykjavik.
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