Drama
Monsieur Max
Spielfilm
F 2007
85 Min. (90 Min.)
Stereo
16:9
Im Februar 1944 nimmt die Gestapo den Malerdichter Max Jacob fest. Er ist ein zum Katholizismus übergetretener homosexueller Jude, der 40 Jahre zuvor zu der Boheme auf dem Pariser Montmartre gehörte.
Februar 1944, die Gestapo dringt in das Kloster Saint-Benoît-sur-Loire ein. Der Dichter Max Jacob wird festgenommen. Er ist ein zum Katholizismus übergetretener homosexueller Jude, der 40 Jahre zuvor zu der Bohème des berühmten Montmartre-Ateliers Bateau-Lavoir gehörte. Er war ein enger Freund Picassos, als dieser noch völlig unbekannt war. Auch Cocteau, Guitry und Jean Marais waren seine Vertrauten, mit denen er seine Zeit in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts verbrachte. Er hätte ein sorgenfreies und glückliches Leben geführt, wenn nicht das Jahr 1940 gekommen und er vier Jahre später nicht nach Drancy gebracht worden wäre, wo Millionen auf ihre Deportation Richtung Deutschland warteten. Doch Alice, eine junge Frau, der Max, als sie noch ein Kind war, seine ganze Liebe geschenkt hatte, wagt das Undenkbare, um ihn zu retten. Gabriel Aghion, 1955 im ägyptischen Alexandria geboren und in Paris aufgewachsen, realisierte 1983 seinen ersten Film, "La Scarlatine", der seine Jugend in Paris nacherzählt. 1991 folgte "Rue du Bac" und 1996 "Auch Männer mögen's heiß". Dessen Nachfolger "Pédale dure" lief 2004 in den französischen Kinos. Die Drehbücher zu diesen Filmen schrieb er selbst. Hingegen beschränkte er sich bei "Monsieur Max" (2006) und seinen zwei neuesten Filmen "Manon Lescaut" (2011) und "Les belles-soeurs" (2011) ganz auf die Regie. Schriftsteller und Drehbuchautor Dan Franck hat an die zwanzig Werke publiziert, zu denen unter anderem "Les Calendes grecques" - Gewinner des Premier Roman Preises von 1980, "La Séparation", der 1991 den Renaudot-Preis bekam, "Nu Couché" (1998), "Les Enfants" (2003) und "Libertad!" (2004) zählen. Im Jahre 2000 erschien "Un siècle d'amour", das er in Zusammenarbeit mit dem Comic-Künstler Enki Bilal verfasst hat. Für sein Drehbuch zum Film "Jean Moulin - Leben im Widerstand" (2002) erhielt er den Preis für das beste Szenario eines Fernsehfilms beim Festival International des Programmes Audiovisuels in Biarritz. Seither verfasste er das Drehbuch für Amos Gitais "Plus tard" (2008) und war an den Drehbüchern zu "Un homme d'honneur" (2009) und "J'étais à Nüremberg" (2010) beteiligt. Jean-Claude Brialy wurde am 30. März 1933 in Aumale, Algerien, geboren, und ist am 30. Mai 2007 in Monthyon, in der Nähe von Paris, verstorben. Nachdem er sein Abitur in Straßburg absolvierte, begann er ein Philosophiestudium und anschließend Schauspielunterricht am dortigen Konservatorium. Durch François Truffaut kam Brialy zum Film. Mit seinen Rollen in Claude Chabrols "Die Enttäuschten" (1958) und "Schrei, wenn Du kannst" (1959) wurde er zum Star der Nouvelle Vague. So war er daraufhin in Filmen von Jean-Luc Godard und Louis Malle zu sehen. Gut und gerne spielte er die Rolle des höchst eloquenten, zuweilen geschwätzigen Liebhabers und Verführers, der sich durch Eleganz und frivolen Zynismus auszeichnet, wie es in Eric Rohmers "Claires Knie" (1970) zu sehen ist. 1971 hatte er sein Regiedebüt mit "Eglantine", für den er eine Auszeichnung in San Sebastián bekam. Nach vorübergehender Konzentration auf die Regie stand er ab 1983 wieder vor der Kamera. Hervorzuheben sind seine Rollen in Francis Lerois' "Der Dämon der Insel" (1983), Claude Millers "Das schreckliche Mädchen" (1985) und in Chabrols "Inspektor Lavardin oder die Gerechtigkeit" (1986). Dass er zur Selbstironie in der Lage war, zeigte er als Schmierenkomödiant in Daniel Janneaus "Der Debütant" (1986) und in Jean Marboeufs "Grand-Guignol" (1986). 1988 erhielt er den César für seine Rolle in André Téchinés "Die Unschuldigen" (1987). 1987 wurde er Direktor des Theaters "Bouffes Parisiens". In "Monsieur Max" kann man den großartigen Schauspieler in seiner letzten Hauptrolle erleben.
Regisseur Gabriel Aghion realisierte 1983 seinen ersten Film, "La Scarlatine", der seine Jugend in Paris nacherzählt. Seitdem führte er bei zahlreichen weiteren Produktionen Regie und war dafür auch zum Teil als Drehbuchautor tätig. Das Drehbuch für "Monsieur Max" lieferte der preisgekrönte Schriftsteller Dan Franck, der über zwanzig Romane veröffentlicht hat, darunter "Les Calendes grecques", der 1980 mit dem Premier Roman Preis prämiert wurde und "La Séparation", der 1991 den Renaudot-Preis erhielt. Für sein Drehbuch zum Film "Jean Moulin - Leben im Widerstand" (2002) erhielt Dan Franck außerdem den Preis für das beste Szenario eines Fernsehfilms beim Festival International de Programmes Audiovisuels in Biarritz. Für die Hauptrolle konnte man Jean-Claude Brialy gewinnen, der seit Claude Chabrols "Die Enttäuschten" (1958) und "Schrei, wenn Du kannst" (1959) als Star der Nouvelle Vague gilt und unter anderem auch in Filmen von Jean-Luc Godard und Louis Malle zu sehen ist. In "Monsieur Max" glänzt er das letzte Mal in einer Hauptrolle.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Jean-Claude Brialy
Max Jacob
Dominique Blanc
Alice
Guillaume Gallienne
Der junge Max Jacob
Féodor Atkine
Picasso
Alexis Michalik
Jean Marais
Nazim Boudjenah
Der junge Pablo Picasso
Jean-Claude Dreyfus
Sacha Guitry
Eric Naggar
der Priester
Jean-Chrétien Sibertin-Blanc
Jean Cocteau
Ilona Bachelier
Die junge Alice
Emmanuel Leconte
René
Dominique Besnehard
Le brocanteur
Manuel Bonnet
Curé Saint-Jean-Baptiste
Céline Caussimon
La postière
Jacques Collard
Homme cabaret
Thierry de Peretti
Le voisin à Drancy
Jeff El Eini
Le médecin
Marc Faure
Prêtre N.D. de Sion
Frank Geney
Gendarme 1905
Pierre Glénat
Un infirmier
Raphaël Goldman
Paulo Picasso
Frédéric Haddou
Le planton
Michael Hofland
Gestapiste #1
Jean-François Kopf
Maire de Saint-Benoît
Laëtitia Lacroix
Dora Maar
Gabriel Aghion
Regie
Dan Franck
Drehbuch
Patrick Ghiringhelli
Kamera
Antoine Duhamel
Musik
31479301