Wie suchen einen Sklaven – hier bewerben
Komödie
Herrliche Zeiten
Spielfilm
D 2018
ab 16
105 Min. (110 Min.)
Stereo
16:9
Die neuen Haushaltshelfer stellen das Leben eines Paares auf den Kopf.
Evi und Claus Müller-Todt bewohnen eine Villa in einer ruhigen Vorstadtgegend. Evi ist Architektin und leidet an einer Depression. Von ihrem Leben zutiefst erschöpft und dann auch noch von einem grauenvollen Vorfall bei der Arbeit traumatisiert, kümmert sich ihr Mann Claus, seinerseits Schönheitschirurg, liebevoll um seine Frau. Als eines Tages die Haushaltshilfe des Paars kündigt, setzt Claus ohne Evis Wissen und nach ein paar Gläsern zu viel eine scherzhafte Anzeige ins Internet, in der er nach einem Sklaven sucht. Am Abend steht tatsächlich ein Anwärter vor der Tür: Bartos. Der gelernte Koch hat Schulden, die er bis an sein Lebensende nicht wird abbezahlen können, und sucht nach einer sinnvollen Aufgabe im Leben. Er bietet den Müller-Todts an, für Kost und Logis, aber ohne Bezahlung für sie zu arbeiten und sich ihnen als Sklave zu unterwerfen. Das Heim des Paares verwandelt sich durch Bartos' Dienste schnell in eine abstruse Mischung aus Nobelhotel, Wellnessoase und Luxusrestaurant. Zwar bessert sich Evis Gemütszustand, doch mit der Rolle der „Herrin“ kann sie sich, ganz im Gegensatz zu Claus, nicht wirklich anfreunden. Als dann Bartos' Frau Lana ebenfalls in die Dienste der beiden tritt, wird das Verhältnis „Herr-Diener“ auf die Spitze getrieben und die Situation immer bizarrer: Der „Diener“ bietet seinem „Herrn“ seine Frau Lana an, der Nachbar Mohammed, Sohn eines Diktators, feiert menschenunwürdige Partys und Klaus sieht sich gezwungen, eine Leiche zu begraben. Doch bald merkt er, dass Bartos nicht der ist, der er vorgibt zu sein. „HERRliche Zeiten“ ist eine bitterböse Kritik am Sozialdarwinismus des 21. Jahrhunderts. Oskar Roehler zeigt auf irrwitzige Art und Weise den Konflikt zwischen westlichen Normen der Gegenwart und ihrer Empfänglichkeit für archaische Konzepte wie das der Versklavung. Der Regisseur wurde 1959 im bayerischen Starnberg geboren und ist unter anderem für „Jud Süss - Film ohne Gewissen“ (2010), „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!“ (2015) oder „Elementarteilchen“ (2006) bekannt. Sein neuestes Projekt mit geplanter Fertigstellung im Jahr 2020 heißt „Enfant Terrible“.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Oliver Masucci
Claus Müller-Todt
Katja Riemann
Evi Müller-Todt
Samuel Finzi
Servant-Husband / Bartos
Lize Feryn
Lana
Yasin el Harrouk
Mohammed Al Thani
Margarita Broich
Schwester Ottla
Andrea Sawatzki
Karlotta
Aslan Aslan
Tarek
Katy Karrenbauer
Domina
Ivan Jurcevic
Bodyguard
Kemal Aydin
Schauspieler
Alexander Beyer
Patient
Kazim Demirbas
Leiharbeiter / Temporary worker
Sara Fazilat
Schauspieler
Stefan Ignatius
Partygast
Mirijam Verena Jeremic
Lana
Arslan Kodirov
Schauspieler
Jakup Muja
Gladiator
Nino Porzio
Arab Sheikh / Arabicher Scheich
Jan Henrik Stahlberg
Arzt-doctor #1
Gottfried Vollmer
chief doctor / Chefarzt
Matthias Weidenhöfer
Schauspieler
Nuri Yildiz
Schauspieler
Oskar Roehler
Regie
Jan Berger
Drehbuch
Carl-Friedrich Koschnick
Kamera
Martin Todsharow
Musik
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