Rauhnächte - Wilde Jagd und stille Zeit
Kunst + Kultur
Die Rauhnächte - zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag - gelten seit Menschengedenken als Schwellenzeit zwischen Dunkel und Licht, Vergänglichem und Ewigkeit, Altem und Neuem. Gerade im süddeutschen Raum hat sich ein starker Volksglaube gehalten. Ein wichtiger Bestandteil der Rauhnächte ist die "wilde Jagd"; laut, unheimlich, jedoch nie böse. Sie treibt in den Rauhnächten ihr Unwesen. Deshalb darf man keine Wäsche aufhängen, sonst verfangen sich die Geister darin. In manchen Rauhnächten sprechen die Tiere - man sollte ihnen aber nicht zuhören. Mit diesen Geschichten spielt das Musiktheater "Scharivari". Seit Jahren ist es mit dem Musical "Die bayerische Rauhnacht" erfolgreich. Christine Fuchs betreibt in Magstadt die Räuchermanufaktur "Lab.danum". Ihre Kundinnen und Kunden kommen, um Räucherrituale für Wohnungen und Häuser zu erlernen oder um alte Weisheiten für ihr Leben anzuwenden. Gerade in dieser Zeit, in der sich viele Menschen wegen der Corona-Krise ins Private zurückziehen, scheinen die Rauhnächte eine Renaissance zu erleben.
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