Bekannt im Land
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Literarisch ist sie unbestritten eine Autorin von Weltrang, ihre politische Haltung hingegen war nie unumstritten und bot Zündstoff für Diskussionen: Anna Seghers. Geboren wurde die Dichterin im Jahr 1900 als Netty Reiling in Mainz, wo sie auch aufwuchs. Nach einem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Sinologie in Köln und Heidelberg, avancierte sie ab Mitte der 1920er Jahre in Berlin zu einer renommierten Autorin. Als Kommunistin und Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt, ging die Schriftstellerin Anfang der 1930er Jahre mit ihrer Familie erst nach Frankreich, dann nach Mexiko ins Exil. Nach dem Krieg ließ sie sich in Ostberlin nieder, wurde Mitglied der SED und stieg zu einer prominenten und geehrten Dichterin der DDR auf. Dass sie für einige Kolleginnen und Kollegen sowie frühere Weggefährtinnen und Weggefährten nicht Partei ergriff, die politisch von der DDR-Regierung oder von dem stalinistischen Regime in der Sowjetunion verfolgt wurden, wurde ihr Zeit ihres Lebens immer wieder vorgeworfen. Auch die Ehrenbürgerwürde ihrer Heimatstadt Mainz sorgte für turbulenten Streit unter den Stadtverordneten. Man hielt Anna Seghers vor, sich mit einem politischen Unrechtsregime gemein gemacht zu haben. "Bekannt im Land" beleuchtet das Werk und Leben der Schriftstellerin.
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