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Wissenschaft
Wer in der Stadt lebt, hat ein bis zu dreifach höheres Risiko an stressbedingten psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie zu erkranken. Auch an Depressionen und Angststörung leiden Städter häufiger als Menschen, die auf dem Land wohnen. Räumliche Enge, Stress mit den Nachbarn, ständiges Gedränge und viel Verkehr sind nur einige der Gründe. Ist es da nicht besser, auf dem Land zu leben? Für die Psyche auf jeden Fall. Doch auf dem Land gibt es dafür andere Probleme: Herz-Kreislauf und Stoffwechsel-Erkrankungen - wie Bluthochdruck oder Diabetes. Eine der Ursachen: Bewegungsmangel. Sport- und Freizeitangebote gibt es vielerorts nicht mehr und um zur Arbeit zu kommen, pendeln viele und sitzen deshalb lange im Auto. Was muss sich in der Stadt und auf dem Land ändern, damit es den Menschen psychisch und gesundheitlich gut geht? Jede Menge sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In den Städten braucht es zum Beispiel mehr Naturflächen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Menschen, die in der Nähe einer Grünanlage oder eines Parks wohnen, weniger stark auf Stress reagieren. Auch die Art und Weise, wie Plätze und Gebäude angelegt sind, wirkt auf die Psyche und erfordert ein Umdenken. Auf dem Land fehlt es vor allem an Infrastruktur sowie an Kultur- und Freizeitangeboten. Doch auch hier gibt es Ideen, zum Beispiel Coworking-Spaces, in denen Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufen zusammenarbeiten. Dadurch entsteht eine neue Infrastruktur, es muss weniger gependelt werden. In der Dokumentation werden Geschichten erzählt von Leuten, die auf dem Land und in der Stadt leben und welche unglaublichen Auswirkungen das auf ihre Gesundheit hat. Außerdem werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begleitet, die nach den Ursachen forschen und Lösungen für die Probleme entwickeln.
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