Der Sonntags-Stammtisch
Diskussion
• Heinrich Bedford-Strohm Er gilt als Modernisierer und wird auch als „Facebook-Bischof“ bezeichnet: Heinrich Bedford-Strohm. Der bayerische evangelische Landesbischof und ehemalige EKD-Vorsitzende geht neue Wege, um den Menschen Glauben näher zu bringen. Fast jeden Morgen meldet sich Heinrich Bedford-Strohm aus dem Englischen Garten in München bei den Menschen, die ihm auf Facebook folgen. In kurzen Videos gibt er dann mit dem Psalm des Tages einen Impuls und eine Erklärung zu dieser Bibelstelle. Vor allem aber gibt er seinen rund 20.000 Followern Hoffnung, wie in den zahlreichen Kommentaren zu lesen ist. Der 61-Jährige setzt schon seit vielen Jahren auf Social Media, Tweets und Videobotschaften. Doch nicht nur damit hat er sich einen Ruf als Modernisierer in der evangelischen Kirche erarbeitet. Er geht als Pfarrer und bayerischer Landesbischof gerne neue Wege, um die Gläubigen zu erreichen. Dabei nimmt er auch immer wieder zu politischen Debatten Stellung. Aktuell macht ihm vor allem die Spaltung der Gesellschaft durch die Corona-Pandemie Sorgen. Und so appellierte er in der gemeinsamen Weihnachtsbotschaft mit dem katholischen Kardinal Reinhard Marx an das Miteinander. Spätestens seit 2015 ist Bedford-Strohm auch für sein großes Engagement für Flüchtlinge bekannt. Als der Münchner Hauptbahnhof zum Hotspot der ankommenden Flüchtlinge wurde, warb er spontan zusammen mit Kardinal Marx beim damaligen Innenminister Horst Seehofer für eine großzügige Aufnahme. Außerdem unterstützt er die zivile Seenotrettung im Mittelmeer und besucht regelmäßig die „Sea Watch 4“. Das Schiff wurde 2020 mit Hilfe von kirchlichen Spenden zur Rettung von Flüchtlingen losgeschickt, weil laut Bedford-Strohm die EU dieser Aufgabe nicht nachkomme. Heinrich Bedford-Strohm widmet sich praktisch bereits sein Leben lang der evangelischen Kirche. 1960 wurde er als eines von fünf Kindern des evangelischen Pfarrers Albert Strohm in Memmingen geboren. Er studierte Evangelische Theologie in Erlangen, Heidelberg und Berkeley und lehrte ab 2004 unter anderem an der Universität Bamberg als Professor für Theologische Gegenwartsfragen. Seit 2011 ist er Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Von 2014 bis November 2021 war er außerdem Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Für sein Engagement wurde der dreifache Familienvater unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden und dem Augsburger Friedenspreis ausgezeichnet. • Stephan Zinner Stephan Zinner ist ein echter Allrounder auf der Bühne und preisgekrönter Kabarettist. Jahrelang war er das Söder-Double auf dem Nockherberg, viele kennen ihn auch als Metzger Simmerl in den Eberhofer-Filmen. Stephan Zinner schauspielert nicht nur, sondern singt auch, tritt mit seiner Band auf und macht Kabarett. Mit stets wechselnden Programmen ist er nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland unterwegs. Dafür wurde er beim Deutschen Kabarettpreis 2016 mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. 2019 erhielt er zusammen mit Hannes Ringlstetter den Musikpreis des Bayerischen Kabarettpreises. Als Inspiration dienen ihm meist Situationen aus dem Alltag. Sobald es die Corona-Pandemie zulässt, wird er demnächst mit seinem neuen Programm „Der Teufel, das Mädchen, der Blues und Ich“ zu sehen sein. Dabei gibt es auch wieder viel Musik auf der Bühne, in der Stephan Zinner seine witzigen Alltagsbeobachtungen und politischen Spitzen verpackt. Inzwischen ist er auch aus einer sehr bekannten Filmrolle nicht mehr wegzudenken: Als Metzger Simmerl in den Verfilmungen der Eberhofer-Krimis von Rita Falk. „Kaiserschmarrndrama“, die neuste Krimikomödie der Reihe, war einer der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres 2021. Außerdem spielt Stephan Zinner regelmäßig in deutschen Fernsehfilmen mit, zum Beispiel als Kommissar im Polizeiruf 110. Die Karriere des dreifachen Familienvaters verlief wie am Schnürchen: Nach dem erfolgreichen Fachoberschulabschluss verkündete er seinen Eltern, dass er Schauspieler we rden möchte und bewarb sich an der renommierten Schauspielschule Ruth von Zerboni in München – mit Erfolg. Noch während seiner Ausbildung erhielt er 1996 den Lore-Bronner-Preis, ein Förderpreis für besonders talentierte Nachwuchsschauspieler. 1998 bekam er sein erstes festes Engagement am Salzburger Landestheater, danach ging es für fünf Jahre an die Münchner Kammerspiele. Mit seinen Rollen in den Filmen „Beste Zeit“ und „Räuber Kneißl“ begann dann die erfolgreiche Film- und Fernsehkarriere. Nur eine Rolle wird er in Zukunft nicht mehr spielen: Ministerpräsident Markus Söder auf dem Nockherberg. Seit 2004 wurde er als Söder-Double im Singspiel viel bejubelt. Doch nun will sich der 1974 in Trostberg geborene Oberbayer auf andere Aufgaben konzentrieren. Jeden Sonntag um 11 Uhr lädt Gastgeber Hans Werner Kilz zu Bier und Brezn in den Brunnerwirt. Seine Co-Moderatoren sind im Wechsel die Wissenschaftler Evelyn Ehrenberger, Ursula Münch und Klaus Bogenberger, sowie die Ski-Legende Christian Neureuther. Diskutiert wird immer auch mit zwei aktuellen Gästen über die Themen der Woche bayerisch, direkt und unterhaltend.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in