Gesellschaft + Soziales
RESPEKT kompakt
Folge 107
Reportage
D 2022
15 Min.
Gendern - ja oder nein?
Originaltitel: Respekt
"Liebe Freunde" oder doch besser "Liebe Freund:innen": Wer fühlt sich wann angesprochen? RESPEKT sammelt Argumente: Gendern - Chance für Gleichstellung oder Bevormundung?
Gendern bedeutet vor allem, so zu sprechen oder zu schreiben, dass alle Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander vorkommen und sichtbar werden. In der deutschen Sprache werden Personen oder Berufe aber grammatisch nur mit der männlichen Form bezeichnet: „Radfahrer absteigen!“ Damit sind aber natürlich nicht nur männliche Radfahrer gemeint, sondern auch Frauen und diversgeschlechtliche Menschen. Bei der gendersensiblen Sprache wird eine Sprech- oder Schreibweise verwendet, bei der - in einem Wort - alle Geschlechter mitgemeint sind: Dabei wird zwischen männlicher und weiblicher Endung zum Beispiel ein Sternchen, ein Doppelpunkt oder ein Unterstrich eingefügt und beim Sprechen eine kurze Pause gemacht: also zum Beispiel Radfahrer:innen. Eine Kämpferin für das Gendern ist die Kulturanthropologin Theresa aka Bi Män. Sie selbst bezeichnet sich als DJ*. RESPEKT-Moderatorin Christina Wolf begleitet sie zu einem gendergerechten Rave. Und sie unterhält sich auch mit der Autor:in Louie, die sich ebenfalls stark macht für eine gendersensible Sprache. Beide fordern, dass durch die Sprache alle Geschlechter sichtbar gemacht werden und sich angesprochen fühlen. Eine andere junge Frau dagegen ist strikt gegen die Verwendung von Sternchen oder Sprechpausen. Sie findet, das verhunzt die deutsche Sprache und sie fühlt sich dadurch nur auf ihre Weiblichkeit reduziert. Julia hat sogar im „Mittagsmagazin“ einen Kommentar gegen das Gendern gesprochen - und danach einen Riesenshitstorm erhalten. Außerdem im Gespräch mit Christina Wolf zu der Frage, ob gendersensible Sprache wirklich zu Gleichberechtigung führt: Die Germanistik-Professorin Gabriele Diewald, die den Duden für gendergerechte Sprache verfasst hat. Sowie die Initiatorin Christine Olderdissen von der Webseite genderleicht.de. "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens. Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Jennifer Hudson
Aretha Franklin
Forest Whitaker
C. L. Franklin
Marlon Wayans
Ted White
Tituss Burgess
James Cleveland
Audra McDonald
Barbara
Marc Maron
Jerry Wexler
Heather Headley
Clara Ward
Kimberly Scott
Mama Franklin
Hailey Kilgore
Carolyn Franklin
Saycon Sengbloh
Erma Franklin
LeRoy McClain
Cecil Franklin
Albert Jones
Ken Cunningham
Tate Donovan
John Hammond
Myk Watford
Rick Hall
Skye Dakota Turner
Young Aretha
Gilbert Glenn Brown
Martin Luther King Jr.
Mary J. Blige
Dinah Washington
Nevaeh Moore
Young Carolyn
Kennedy Chanel
Young Erma
Peyton Jackson
Young Cecil
Joe Knezevich
Tom Dowd
John Giorgio
Chips Moman
Shaun Schneider
Charlie Chalmers
Zach Strum
David Hood
Alec Barnes
Jimmy Johnson
Beau Scheier
Joe Arnold
David Simpson
Spooner Oldham
Joshua Mikel
Roger Hawkins
Henry Riggs
Tommy Cogbill
Brenda Nicole Moorer
Brenda
Liesl Tommy
Regie
Tracey Scott Wilson
Drehbuch
Kramer Morgenthau
Kamera
Kris Bowers
Musik
Christina Wolf
Moderation
37413404