Drama
Mediterranean Fever
Spielfilm
PAL/F/CY/QAT/D 2022
ab 12
105 Min. (108 Min.)
Premiere
Dolby Digital
Waleed träumt von einer Schriftstellerkarriere. Er lebt mit seiner Familie in Haifa und leidet unter Depressionen. Der neue Nachbar, stets voller Ideen und in dubiose Geschäfte verwickelt, bringt etwas Licht in seinen Alltag, und die beiden Männer werden zu ungleichen Freunden. Schwarze Komödie.
Waleed (Amer Hlehel) lebt mit seiner Frau Ola (Anat Hadid) und seinen Kindern in einem Wohnblock in Haifa mit Blick aufs Meer. Seit Jahren redet er davon, ein Buch schreiben zu wollen. Doch eigentlich döst er vor allem vor sich hin und bringt nichts auf die Reihe, weil er unter chronischen Depressionen leidet, während Ola, die in einem Spital arbeitet, das Geld nach Hause bringt. Seit zwei Jahren geht er in die Psychotherapie, an die er nicht glaubt. Bei seinem Sohn, der sich immer wieder krank von der Schule abmeldet, diagnostiziert die russische Aushilfsärztin Mittelmehrfieber, eine im Mittelmeerraum auftretende genetische Krankheit. Dann ziehen im unteren Stockwerk des Wohnblocks Jalal (Ashraf Farah) mit seiner Frau Raneen (Shaden Kanbourra), die ebenfalls arbeiten geht, und ihren Kindern ein. Jalal scheint das Gegenteil von Waleed - laut und lebenslustig. Er ist offenbar im Baugewerbe tätig, arbeitet aber nur sporadisch, hängt ebenfalls viel zu Hause herum und schuldet dubiosen Kriminellen eine Menge Geld. Waleed und Jalal begegnen sich zufällig und nach anfänglich offener Ablehnung und Streitereien, kommen sich die beiden Männer langsam näher. Offensichtlich braucht es einen Hauch krimineller Energie, um Waleed aus seiner Depression zu reissen. In ihren langen Zwiegesprächen makabere Gedankenspiele zu spinnen, etwa: Wer hätte das bessere Motiv, sich selbst zu töten? Welcher der beiden hätte das Zeug zum Auftragskiller? Und schliesslich schlägt Waleed seinem Freund einen ganz grossen Coup vor. Die in Nazareth geborene palästinensische Regisseurin Maha Haj inszeniert mit ihrem zweiten Spielfilm "Mediterranean Fever" eine schwarze Komödie über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft. Sie erklärt in einem Regiekommentar, dass sie das Thema Depression in diesem Film von der gesellschaftlichen auf die individuelle Ebene übertrage. Gleichzeitig wirft sie mit feiner Ironie und der perfekten Prise schwarzem Humor einen zutiefst menschlichen Blick in männliche Befindlichkeiten und auf die Krux mit dem Glück, das nicht so einfach zu fassen ist. In der Sektion "Un Certain Regard" des Filmfestivals in Cannes 2022 bekam Hajs stimmungsvoller, mit Ambivalenzen spielender Film den Preis für das beste Drehbuch, und er wurde als palästinensischer Beitrag für die Oscars 2023 eingereicht.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Amer Hlehel
Waleed
Ashraf Farah
Jalal
Anat Hadid
Ola
Shaden Kanboura
Raneen
Samir Elias
Shams
Cynthia Saleem
Nour
Salam Husari
Neighbour
Yussuf Abu-Warda
Aziz
Nihaya Bishara
Hana
Jan Harb
Neighbor
Sobhi Hosari
Husam
Samar Qupty
Lina
Raheeq Haj Yahia Suleiman
Psychologist
Thuraya Younes
Neighbor
Maha Haj
Regie
Antoine Héberlé
Kamera
Munder Odeh
Musik
40985501