Stars & Talente
Folge 1 | Klassische Musik
Wie gut Geigenmusik und die hohe Kunst des Sprechtheaters zusammenpassen, veranschaulicht die erste neue Folge von "Stars & Talente". Der in Wien lebende mittlerweile 17-jährige französische Violinist Raphaël Bleuse und Cornelius Obonya, Schauspieler, Synchronsprecher sowie Regisseur, treffen im Konzertsaal des ehrwürdigen Wiener Palais Ehrbar aufeinander, wo sie eine besondere Darbietung einstudieren. Zum symphonischen Intermezzo "Méditation" aus der Oper Thaïs des französischen Komponisten Jules Massenet, gespielt von Raphaël Bleuse, unterstützt von Harfenistin Olga Belkova, gibt Cornelius Obonya Johann Wolfgang von Goethes lyrische Hymne "Ganymed" zum Besten. Im vorbereitenden Gespräch mit Leona König erzählt Obonya, der nicht nur auf der Bühne und vor der Filmkamera zu Hause ist, sondern auch Regie führt, von seinen künstlerischen Anfängen. Er spricht darüber, ob sein Name eher Chance oder Bürde war und was für ihn Talent bedeutet bzw. wie er es erkennt. Ganz einfach: "Entweder: Es betrifft mich oder es betrifft mich nicht. In dem Moment, in dem mich etwas betrifft, in dem Moment, wenn ich in eine Darstellung hineinkippe und nur die Figur sehe, die dargestellt wird, oder nur das Musikstück höre, das gespielt wird, dann ist - glaube ich - Talent vorhanden", erklärt Obonya, der von 2013 bis 2016 vier Jahre lang den "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen gab. Seit Anfang November ist er als Milchmann Tevje in "Anatevka" an der Volksoper Wien zu erleben - die erst zweite Musical -Rolle seiner bisherigen Karriere. Definitiv ein Talent ist Nachwuchsgeiger Raphaël Bleuse, mit dem Obonya beim "Stars & Talente"-Auftritt wunderbar harmoniert. Der aus einer großteils auf Mallorca lebenden hochmusikalischen Großfamilie stammende junge Künstler ist eines von acht Kindern, von denen jedes zumindest ein Instrument beherrscht. Er selbst begann mit vier Jahren mit dem Geigenspiel. Gemeinsam mit seinem Bruder Liam, einem Pianisten, ist Raphaël im Alter von 14 nach Wien gezogen, um an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) zu studieren. Seine musikalische Leidenschaft gehört der Klassik, doch der junge Musiker liebt auch den Rock. Gemeinsam mit drei seiner Brüder hat er vor ein paar Jahren die Band Volvox Brothers gegründet und auch ein Album herausgebracht. Eine weitere von Raphaëls Leidenschaften ist das Fußballspielen, das für ihn persönlich sehr gut mit dem Geigenspiel zusammenpasst: "Nach der Geige hilft mir der Fußball, um meinen Kopf und meinen Körper zu entspannen", erzählt der Jugendliche im Gespräch im Leona König, die sich für eine Ballpartie auf dem grünen Rasen extra ein Fußballoutfit angezogen hat. Doch so ehrgeizig wie in der Musik ist er beim Fußball nicht: "Nein, nein, Fußball ist für mich nur ein Spaß!". Als einer von neun Finalisten nahm Raphaël Bleuse am heurigen "Goldene Note"-Finale teil. Im Interview überrascht Leona König ihren Schützling mit einer großartigen Neuigkeit: Er ist dazu eingeladen, an einem der zwei Spanien-Konzerte der Preisträger:innen in València teilzunehmen. Davor gilt es aber, beim musikalisch-literarischen Auftritt mit Cornelius Obonya alles zu geben!
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