Ritter der Kokosnuss
Komödie
Das finstere Mittelalter ist in diesem aberwitzigen Ritterdrama wirklich stockfinster. Alles wird durch den Kakao gezogen, selbst Gottvater bleibt nicht verschont. In einer Trickfilmeinlage erscheint er dem König und seinen Mannen über einem Dornbusch und weist ihnen den rechten Weg. Zu guter Letzt wird Arthur noch von englischen Polizisten verhaftet. Die Komiker von Monty Python parodieren mit dem ihnen eigenen anarchisch-grotesken, oft in schieren Nonsens ausfallenden Witz einschlägige Historien- und Kostümfilme. Alfred Holighaus schrieb seinerzeit im TIP: Der Film "war der erste richtige Spielfilm der britischen Komiker-Truppe Monty Python und über Jahre der Kultfilm des gehobenen Nonsens. Die gewagte Variante der Arthus-Sage wird zum Hintergrund für eine aberwitzige, völlig überdrehte und herrlich blödsinnige Parodie auf das Mantel- und Degengenre." Mit Ausnahme des Amerikaners Terry Gilliam fand sich die Besetzung der "Monty Python"-Truppe schon zu Studentenzeiten zusammen, nämlich in den Studentenclubs und -kabaretts von Oxford und Cambridge. Doch erst 1969 gründeten Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin das unschlagbare britische Komikersextett, das mit seine 30-minütigen Fernsehshow "Monty Python's Flying Circus" bekannt wurde. Die Kinofilme der skurrilen Truppe liefen weltweit erfolgreich in den Programmkinos. Schon seit dem Ende der 70er Jahre waren die Mitglieder von "Monty Python" auch individuell und auf unterschiedlichen Wegen aktiv, doch kreuzten sich diese immer wieder. So war John Cleese Co-Autor, Co-Regisseur und Co-Produzent der berühmten Gangsterkomödie "Ein Fisch namens Wanda", in der neben ihm auch Ex-Kollege Michael Palin mitspielte. Terry Gilliam machte sich mit der Science-Fiction-Satire "Brazil" einen Ruf. Es folgten u.a. das erfolgreiche Großstadtmärchen "König der Fischer" und mit "The Twelve Monkeys" ein weiterer Science-Fiction, inspiriert von dem berühmten Foto-Kurzfilm "La Jetée" des Franzosen Chris Marker. Ende der 90er Jahre nahm Gilliam sein Mammut-Projekt "The Man Who Killed Don Quixote" in Angriff. Als ungefähr alles, was man sich so vorstellen kann, bei dem Dreh schiefging, musste Gilliam sein "Herzensprojekt" erst einmal aufgeben.
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