Pflegeeltern dringend gesucht
Folge 167 | Gesellschaft + Soziales
Überforderung, Missbrauch, Vernachlässigung - die Ursachen für Inobhutnahmen von Kindern durch das Jugendamt sind vielfältig. Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder, die ein neues Zuhause brauchen. Doch in Deutschland gibt es viel zu wenige Pflegefamilien. Warum ist das so? Und wie können mehr Familien für diese wichtige Aufgabe gewonnen werden? Diesen Fragen gehen Eva Frisch und Alf Meier in der Dokumentation "Pflegeeltern dringend gesucht" nach. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können oder wollen: Pflegeeltern. Sie bieten den Kindern ein neues Zuhause, Geborgenheit und die Zuneigung, die sie von ihren leiblichen Eltern oft nicht bekommen haben. Gisela und Alexander M. sind solche Pflegeeltern. Seit vielen Jahren nehmen sie immer wieder Pflegekinder auf, derzeit sind es drei Mädchen und zwei Jungen, die bei ihnen in einem kleinen Ort im Allgäu leben. Gleichzeitig kämpft die Familie dafür, dass sich mehr Paare aktiv für Pflegekinder entscheiden und die Rahmenbedingungen für Pflegeeltern besser werden. Denn die Zahl der Pflegekinder, die eine neues Zuhause bräuchten, steigt seit Jahren. Vera Mayer vom Regensburger Jugendamt kennt das Problem. Die erfahrende Sozialarbeiterin sucht händeringend Pflegefamilien für Kinder, die wegen Kindeswohlgefährdung in Obhut genommen werden. Vera Mayer sieht sich als Anwältin der Kinder, geht sogar noch in ihrer Freizeit Plakate kleben, um auf die Misere aufmerksam zu machen. Die Filmemacher Eva Frisch und Alf Meier begleiten Vera Mayer bei ihrem Einsatz für die Kinder und Familie M. durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags. Sie zeigen in der Dokumentation "Pflegeeltern dringend gesucht", dass Pflegekinder ein Gewinn für die ganze Familie sein können, wie es bei Gisela und Alexander M. der Fall ist. Klar wird aber auch, dass längst nicht jeder diese Aufgabe meistern kann.
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