Leo Tolstojs berühmte Ehebruchgeschichte
Anna Karenina
Drama
Russland im 18. Jahrhundert: Anna Karenina (Keira Knightley) reist von Sankt Petersburg nach Moskau, um die Ehe ihres Bruders Oblonsky (Matthew Mcfadyen) und seiner Frau Dolly (Kelly Macdonald) zu retten. Er hat sich eine Affäre mit seiner Haushälterin erlaubt und ein Ehebruch kann in der feinen russischen Gesellschaft verheerende Folgen haben. Doch auch Anna wird auf ihrer Mission bald Versuchungen ausgesetzt: Im Zug lernt sie die Gräfin Vronsky (Olivia Williams) kennen, deren charmanter Sohn (Aaron Taylor-Johnson) sie am Bahnhof abholt. Der junge Mann zeigt sofort Interesse an der verheirateten Anna und beginnt sie zu umwerben. Sie wehrt sich gegen ihre Gefühle, denn sie weiss um die Schande, die ein Seitensprung über sie und ihren Ehemann, den Politiker Karenin (Jude Law), bringen würde. Zurück in Sankt Petersburg versucht sie, Vronsky zu vergessen und ihre Ehe mit Karenin, in der jede Liebe und Leidenschaft längst erloschen sind, weiterzuleben, als wäre nichts geschehen. Doch als Vronsky in der Stadt auftaucht, hört sie auf ihr Herz. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die für Anna tragisch endet. Dem britischen Regisseur von "Atonement" und "Pride and Prejudice" gelingt mit seiner Verfilmung von Tolstois "Anna Karenina" eine stimmige und sehr eigenständige Neuinterpretation des Klassikers. Durch die Künstlichkeit der Sets wird die gesellschaftliche Enge, das Beobachten und Beobachtetwerden betont. Gleichzeitig gleitet die Kamera geschmeidig durch die Räume und begleiten die musicalhaften Szenenübergänge mit einer verspielten Leichtigkeit, so dass die altbekannte Geschichte nie angestaubt wirkt. Die Ménage-à-trois lebt vom Spiel der drei Hauptdarsteller: der Joe Wright-Muse Keira Knightley, Jude Law - in der gegen seinen Typ besetzten Rolle als gehörntem Karenin - und dem jungen Aaron Taylor-Johnson ("Nowhere Boy") als Graf Vronsky. Auch sonst ist der Film bis in die Nebenrollen perfekt besetzt. Der "Film-Dienst" lobt: "Diese Adaption ist selbst ein eigenständiges Kunstwerk, das trotz seiner mutig modernen, mit klassischen Elementen angereicherten Inszenierung Tolstois Werk gerecht wird. Es ist eine wahre Meisterleistung, wie hier ein Medium die Kraft eines anderen aufnimmt und dessen alte Geschichte in zeitlos grossartige Bilderreigen übersetzt. Diese greifen tief und lassen mitleiden - ganz egal wie oft man die Geschichte von Anna Karenina bereits rezipiert hat."
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Link auf diese Seite