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Folge 300 | Kunst + Kultur
Claude McKays buntes Marseille Der 1889 geborene jamaikanische Autor Claude McKay war einer der ersten Vertreter der Harlem Renaissance. Als er 1924 in Marseille landete, war er in den USA bereits ein anerkannter Dichter. Krank und ruhebedürftig ließ sich der Poet, Weltenbummler und Freigeist für ein paar Jahre in der südfranzösischen Hafenstadt nieder. Ihr buntes Treiben inspirierte ihn zu zwei Romanen: "Romance in Marseille", der erst 2020 wiederentdeckt und veröffentlicht wurde, und "Banjo: A Story without a Plot" (1929), eine erstaunlich moderne Geschichte über eine Gruppe von Vagabunden sowie über Liebe und Musik, Sex und Alkohol und die Entdeckung der eigenen Negroness. Die südfranzösische Mittelmeermetropole mit ihren berühmten Calanques ist seit jeher dem Meer zugewandt. Einst war sie ein Fischerdorf. In dieser Zeit entstanden die Cabanons: Hütten, in denen die Fischer ihre Ware aufbewahrten. Als mit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert Arbeiter nach Marseille strömten, wurden die Cabanons zu Wohnhäusern und Symbolen einer Lebensart "à la marseillaise". Hervé verrät sein Rezept für ein typisches Gericht der Provence: Aioli. Dafür braucht es frische Eier, eine bunte Auswahl an Gemüse, Kabeljau und vor allem sehr viel Knoblauch. Seit mehr als 2.000 Jahren ist Marseille ein Ort der Begegnung zwischen Nord- und Südeuropa, Reisenden und Waren aus aller Welt, und der alte Hafen war schon immer Mittelpunkt dieses geschäftigen Treibens. Im 19. Jahrhundert ging hier eine ganz besondere Touristin an Land …
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