Zeitgeschichte
Apokalypse: Der Kalte Krieg
Staffel 1, Folge 3 von 6
Reportage
F 2019
ab 12
45 Min. (56 Min.)
Am Abgrund
Originaltitel: Apocalypse: War of Worlds
September 1950: Während die USA im Koreakrieg einem neuen Feind gegenüberstehen, gerät Frankreich in Indochina im Kampf gegen die kommunistische Befreiungsbewegung ins Hintertreffen.
September 1950: Der Koreakrieg zieht sich weiter ohne klare Entscheidung in die Länge. Nach einer erfolgreichen Landeoperation bei Incheon erleiden US-General MacArthur und seine Truppen am Fluss Yalu eine empfindliche Niederlage. Hier sehen sie sich einem neuen Gegner gegenüber: China. US-Präsident Truman erwägt den Einsatz von Atomwaffen. Gleichzeitig gerät in Indochina die Kolonialmacht Frankreich gegenüber den kommunistischen Rebellen unter Ho Chi Minh immer mehr ins Hintertreffen. Der als brillant geltende General Jean de Lattre de Tassigny wird nach Indochina beordert, um das Steuer herumzureißen.
Im Sommer 1945 sind Nazideutschland und das japanische Kaiserreich endgültig besiegt. Von den zwei aggressiven und mörderischen Regimen geht keine Gefahr mehr aus - doch das heißt auch, dass im weltweiten Machtpoker die Karten neu gemischt werden. Während im vom Krieg verwüsteten Europa der Wiederaufbau beginnt, werden aus einstigen Verbündeten erbitterte Gegner. Es dauert nicht lange, bis sich mitten in Europa der "Eiserne Vorhang" senkt, der zwei neu formierte Machtblöcke voneinander trennt: Auf der einen Seite stehen die UdSSR und die von ihr nach Kriegsende errichteten Satellitenstaaten Ost- und Mitteleuropas, die sich 1955 mit dem Warschauer Pakt zu einem militärischen Beistandsbündnis zusammenschließen. Auf der anderen Seite bilden die USA und ihre Verbündeten ein Gegengewicht, das mit der Gründung des Verteidigungsbündnisses NATO bereits ab 1949 auch eine militärische Komponente umfasst. Es ist der Beginn des "Kalten Kriegs", in dem sich die Ideologien von demokratisch gezähmtem Kapitalismus im Westen und der sozialistischen Einparteiendiktaturen im Osten unversöhnlich gegenüberstehen. Zwar bleibt eine direkte militärische Konfrontation zwischen den USA und der UdSSR aus - allerdings liefern sie sich in den folgenden Jahrzehnten erbitterte Stellvertreterkriege, sei es in Korea, Vietnam oder Afghanistan. Fünfzig Jahre lang bemühen sich die Strategen beider Seiten, die Oberhand zu gewinnen, und mehr als einmal droht aus dem kalten ein heißer Krieg zu werden. Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als der Fortbestand der Menschheit, denn die wachsenden Atomwaffen-Arsenale der Supermächte USA und UdSSR reichen aus, um die Erde gleich mehrfach zu zerstören.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Mathieu Kassovitz
Schauspieler
Joseph Stalin
Self
Chi Minh Ho
Self
Zedong Mao
Self
Harry S. Truman
Self
Syngman Rhee
Self
Douglas MacArthur
Self
Georgi Malenkov
Self
Kim Il-Sung
Self
Marcel Bigeard
Self
Lucien Bodard
Self
Henri Bonnet
Self
Peng Dai
Self
Peng Dehuai
Self
Marguerite Higgins
Self
Jacques Massu
Self
Terenti Shtykov
Self
Isabelle Clarke
Regie
Daniel Costelle
Regie
Kenji Kawai
Musik
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