Drama
Elser
Spielfilm
D/I 2015
ab 12
90 Min. (114 Min.)
Stereo
Georg Elser fasst den Plan, Adolf Hitler zu töten. Das Attentat scheitert. Die Nazis glauben nicht, dass er alleine gehandelt hat. Unter Folter soll er seine vermeintlichen Mitverschwörer verraten.
Am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Pult, an dem Hitler seine Jubiläumsrede hielt, eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der festgenommene Mann ist Georg Elser, ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe und dem Gestapochef Heinrich Müller zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist - dass der Mann, den er töten wollte, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht und die Geschichte seiner Tat schildert. Er wird gefoltert, weil Nebe und Müller ihm nicht glauben, dass er seine Tat ganz allein beging. Nach den Verhören kommt er in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau, wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird - nur wenige Tage vor Ende des Krieges. Wer war dieser Mann, der aus einfachen Verhältnissen kam, der aber die Gefahr, die von Hitler ausging, deutlicher erkannte als die meisten anderen? Der bereit war zu handeln, als diese anderen mitliefen oder schwiegen? Regisseur Oliver Hirschbiegel und die Autoren Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer erzählen die packende Geschichte eines Handwerkers, der trotz schwerster innerer Konflikte in Kauf nahm, durch seine Tat auch andere Menschen zu töten als denjenigen, dem sie eigentlich galt. Realisiert hat Oliver Hirschbiegel 'Elser' mit einem hochkarätigen Darstellerensemble. In der Titelrolle ist Christian Friedel zu sehen, der dafür mit dem Metropolis Preis ausgezeichnet wurde. Des weiteren spielen Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Johann von Bülow, David Zimmerschied, Felix Eitner, Rüdiger Klink, Cornelia Köndgen und Martin Maria Abram. Premiere feierte "Elser" auf der 65. Berlinale 2015. Dort lief der Film außer Konkurrenz im Hauptwettbewerb des Festivals.
"Elser - Er hätte die Welt verändert" feierte auf der Berlinale 2015 Premiere. Der Kinostart erfolgte zum 70. Todestag von Georg Elser, am 9. April 2015. Der Film erhielt überaus positive Kritiken und von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat "besonders wertvoll". Beim Bayerischen Filmpreis wurde "Elser - Er hätte die Welt verändert" als beste Produktion ausgezeichnet. Regisseur Oliver Hirschbiegel erhielt den "Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke". Beim Deutschen Filmpreis wurde der Film mehrfach nominiert. Das Dritte Reich als Stoff ist für Hirschbiegel kein Neuland. Zuvor realisierte er "Der Untergang" (2004).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Christian Friedel
Georg Elser
Katharina Schüttler
Elsa
Burghart Klaußner
Arthur Nebe
Johann von Bülow
Gestapochef Heinrich Müller
David Zimmerschied
Josef Schurr
Felix Eitner
Hans Eberle
Rüdiger Klink
Erich Härlen
Michael Kranz
Franz Xaver Lechner
Manfred-Anton Algrang
Dr. Hübner
Christian Koch
Xaver Rieger
Sebastian Fritz
Leonard Elser
Markus Ertelt
Personalleiter
Cornelia Köndgen
Georgs Mutter
Thomas M. Meinhardt
Bongartz SS Mann
Dennis Hofmeister
Elmar (Jung)
Simon Licht
SS Obergruppenführer
Martin Maria Abram
Ludwig Elser
Gerti Drassl
Lore
Lissy Pernthaler
Protokollführerin
Valentina Repetto
Brunhilde
Anna Unterberger
Anna
Michael Ehnert
Kubjureit
Udo Schenk
Hitler
Thomas Gräßle
Finkbeiner
Anna Holmes
Sekretärin Nebe
Oliver Bigalke
SA-Mann
Emilia Pieske
Iris (5 Jahre)
Oliver Hirschbiegel
Regie
Fred Breinersdorfer
screenplay
Léonie-Claire Breinersdorfer
screenplay
Judith Kaufmann
Kamera
David Holmes
Musik
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