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Reportage
D 2023
45 Min.
Digitale Welten
Digitale Welten Chatbots – faszinieren und beängstigend Leben im Netz: Das Metaversum Rückwärtssalto in die Zukunft Brain Computer Interface Hologramme
• Chatbots faszinierend und beängstigend Mensch oder KI K önnen wir uns noch sicher sein, wer einen Text verfasst oder ein Bild erschaffen hat Chatbots zum Beispiel können heute schon Dialoge führen wie ein Mensch. Sie können dichten und übersetzen, sogar Reden schreiben. Aber wie schneidet die künstliche Intelligenz im W ettkampf gegen eine erfahrene Journalistin ab? Das haben wir getestet. • Leben im Netz: Das Metaversum Das Internet hat unser Leben grundlegend verändert: Online-Shopping, Home-Office, digitale Spielwelten gehören mittlerweile ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Doch das scheint nur der Anfang: In Zukunft sollen reale und virtuelle Welt miteinander verschmelzen. Das Metaversum soll zu einer Art „virtueller Parallelwelt“ werden. In ihr können sich Menschen - oder genauer gesagt ihre Avatare – treffen und miteinander interagieren, zusammenarbeiten und ihre Freizeit gestalten. Welche Möglichkeiten bietet uns das Metaverse? • Rückwärtssalto in die Zukunft Forschende der Autonomous Learning Group am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen bringen ihren Robotern bei, wie Kinder spielerisch durch Interaktion zu lernen. Sie experimentieren dafür mit Lernalgorithmen, die es den Robotern ermöglichen, autonom und selbständig die Umgebung zu erkunden, ohne dass sie ihnen vorschreiben, wie sie es tun sollen. Der vierbeinige Roboter „Solo 8“ zum Beispiel hat so innerhalb von zwei Stunden gelernt, einen Rückwärtssalto zuschlagen. • Brain Computer Interface Unternehmer:innen wie Elon Musk haben ihre Aufmerksamkeit den Brain Computer Interfaces (BCI) gewidmet. Aus gutem Grund: Mit ihnen lassen sich Computer per Gedankenkraft steuern. Die Möglichkeiten sind unendlich. Um zu verstehen, wie BCIs funktionieren, begleiten wir einen selbsternannten Cyborg. Seit einem Autounfall ist Nathan Copeland querschnittsgelähmt. Die Feinmotorik in seinen Fingern: weg. 2014 fragen ihn Forschende, ob er sich mehrere Elektroden ins Hirn pflanzen lassen wolle. Er willigte ein. • Hologramme Lange galten sie als Zukunftsvision - doch inzwischen sind sie längst in der Realität angekommen: Hologramme. Dreidimensionale Bilder im Raum, die so realistisch wirken, dass man kaum glauben kann, dass sie nur "Lichtgebilde" sind. Schon heute begegnen sie uns in Museen, bei Vorträgen, in der Werbung - ein Markt, der boomt. Denn Hologramme machen sichtbar, was unserem Auge sonst verborgen bliebe, können Botschaften in die Zukunft tragen oder auch einfach unsere Kauflust anheizen. Mensch oder KI - können wir uns noch sicher sein, wer von beiden einen Text verfasst hat? Der Chatbot des US-amerikanischen Startups Open AI ahmt menschliche Sprache bereits so gut nach, dass Zweifel angebracht sind. Und weitere Programme mit vergleichbaren Fähigkeiten drängen auf den Markt. Sie verstehen und beantworten Fragen auf eine Weise, die wir von „Maschinen“ bisher nicht kannten. Sie können dichten und übersetzen, Verbrauchertipps verfassen, sogar Reden schreiben. Viele befürchten jetzt, dass Schummeleien Tür und Tor geöffnet sind, weil man die Leistung der Maschine als seine eigene ausgeben kann. Wie groß ist diese Gefahr? Wie werden diese Sprachroboter unser Leben verändern? Und wie intelligent sind sie wirklich?
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