Bilderbuch
Folge 11 | Land + Leute
Köpenick ist eine Vorstadt mit Vorsatz - Großstadtrand und gleichzeitig Dorf, konservativ und doch unheimlich wandlungsfähig. Köpenick wurde vor einem guten Jahrhundert weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt - als der recht einfältige und erfolglose Berufskriminelle Wilhelm Voigt sich als Hauptmann kostümiert der Stadtkasse bemächtigte. Er selbst kam nicht weit - doch die Kunde von den arglosen Köpenickern, die in ihrer Obrigkeitshörigkeit einer Uniform auf den Leim gingen, amüsierte die ganze Welt. Köpenick ist ein Stadtbezirk mit größten Gegensätzen: Ausflugsziel der Sommerfrischler und Wohnort vieler Prominenter - denn überall ist Wasser. Und gerade deswegen war der Stadtteil auch eine perfekte Industrieregion. Zumindest bis vor einigen Jahrzehnten. Köpenick war die Waschküche Berlins, hier wurden riesige Kabel und ostdeutsche Fernseher hergestellt. Heute bevölkern Lebenskünstler die alten Fabriken. Entdecken kann man Köpenick am besten vom Wasser aus. Filmautor Dennis Wagner besucht einen Fischer, der noch immer von den kurfürstlichen Fischereirechten lebt, und das Schloss, auf dem der Jugendfreund des Kronprinzen Friedrich zum Tode verurteilt werden sollte, er fährt mit dem Entertainer Wolfgang Lippert über den Müggelsee und erzählt die Geschichten von Menschen, die hier leben, mal gelebt haben - und die hier vielleicht einmal leben werden. Film von Dennis Wagner
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