Dank Philosophin zu frischen politischen Ideen
Komödie
Alice oder Die Bescheidenheit
Spielfilm
F 2019
Ohne Altersbeschränkung
92 Min. (103 Min.)
Stereo
16:9
Originaltitel: Alice et le maire
Paul Théraneau, der Bürgermeister von Lyon, ist ausgelaugt von seinen vielen Jahren in der Politik. Um Abwechslung in das Rathaus zu bringen, engagiert er die Philosophin Alice. Sie soll ihn auf neue Ideen bringen.
Die junge Philosophie- und Literaturabsolventin Alice Heimann verlässt Oxford, um eine Stelle im Rathaus von Lyon anzutreten. Nach anfänglicher Verwirrung wird sie schließlich zum persönlichen Gespräch bei Bürgermeister Paul Théraneau geladen. Dieser offenbart ihr verzweifelt, dass er nach 30 Jahren in der Politik "nicht mehr denken kann" - er fühle sich ausgelaugt und leer. Alice soll ihn auf neue Gedanken bringen, ihm Ideengeberin sein. Von nun an ist es ihre Aufgabe, für den Bürgermeister kurze Notizen mit philosophischen Reflexionen zu erstellen. Théraneau ist von Alices Einfällen rasch begeistert. Diese fühlt sich langsam in den hektischen Alltag im Rathaus ein. Dort muss sie neben den vielen Terminen des Bürgermeisters auch Zeit für die ständigen Anfragen seiner Kabinettschefin Isabelle Leinsdorf finden. Schließlich ernennt Théraneau Alice zur Leiterin des Projekts "Lyon 2500", das als Einstimmung auf seine bevorstehende Präsidentschaftskandidatur dienen soll. Doch das zieht den Zorn vieler Kolleginnen und Kollegen auf Alice, die sie als inkompetent ansehen und ihr den Erfolg nicht gönnen. Alice bemerkt, dass sie sowohl beruflich als auch privat unglücklich ist, und so stellt sich auch in ihrem Austausch mit dem Bürgermeister die Frage, ob Philosophie und Politik überhaupt miteinander vereinbar sind. Die Tragikomödie "Alice oder Die Bescheidenheit" wirft einen so kritischen wie komödiantischen Blick hinter die Kulissen der Politik. Dabei steht die Rolle der unvoreingenommenen Alice in direktem Kontrast zu den hierarchisch organisierten Abläufen und der alltäglichen Hektik im Rathaus. Der Film besticht durch seine intelligenten, überaus inspirierenden Dialoge und auch durch sein Porträt der Stadt Lyon.
"Alice oder Die Bescheidenheit" feierte seine Premiere 2019 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und ist der zweite Film des französischen Regisseurs Nicolas Pariser. Vor allem Fabrice Luchini und Anaïs Demoustier liefern beeindruckende Schauspielleistungen, harmonieren als ungleiches und dennoch gleichgesinntes Gespann. Die Rolle des verzweifelten Politikers ist auf Luchini zugeschnitten. Währenddessen schafft Demoustier es komplizierte philosophische Dialoge ganz natürlich zu vermitteln. Im Jahr 2020 gewann sie für ihre Darstellung der Alice einen César.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Fabrice Luchini
Paul Théraneau
Anaïs Demoustier
Alice Heimann
Nora Hamzawi
Mélinda
Maud Wyler
Delphine Bérard
Antoine Reinartz
Daniel
Léonie Simaga
Isabelle Leinsdorf
Alexandre Steiger
Gauthier Bérard
Pascal Rénéric
Xavier Blasquez
Thomas Rortais
Pierre
Thomas Chabrol
Patrick Brac
Michel Valls
Philippe Paquet
Claire Galopin
La secrétaire du maire
Manon Kneusé
Claire
Lucie Gallo
Marie
Pierre Desmaret
Le maire du IVeme
Gwenaëlle Simon
Armelle
Sandra Parfait
Une communiquante
Fanny Guidecoq
Une communiquante
Etienne Beurier
Le chauffeur du maire
Olivier Borle
Un conseiller
Clara Degiovanni
Une normalienne
Valentin Alibert
Un normalien
Pierre-Benoist Varoclier
Le meneur de débat
Eric Soubelet
Un professeur
Carinne Koeppel
Une femme active
Nadia Larbiouene
Une femme voilée
Sébastien Autret
Un conseiller
Pierre Cuq
Yvan
Franck Fargier
Un conseiller
Tatiana Vialle
L'ex-femme de Théraneau
Nicolas Pariser
Regie
Sébastien Buchmann
Kamera
Benjamin Esdraffo
Musik
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