Harmlos, knuffig, Erhardt eben
Der Haustyrann
Komödie
Paul Perlacher, Besitzer eines unrentablen Cafés, tyrannisiert seine gesamte Umgebung. Geradezu grotesk ist der Streit mit Amalie Hartung, die zusammen mit ihrem Neffen Hannes die erste Etage seines Hauses bewohnt. Diese Mieter möchte Perlacher mit aller Gewalt aus dem Haus ekeln, aber Amalie hat ein dickes Fell. Als ein Gericht Perlachers Antrag auf Ausweisung der Mietpartei kostenpflichtig abweist, schreibt er einen so wütenden und beleidigenden Brief an den zuständigen Amtsrichter, dass es zu einer Anklage kommt. Mittlerweile haben sich Inge Perlacher und Hannes ineinander verliebt. Aber wie sollen sie das der streitenden Verwandtschaft erklären? Da beide in einer Jazzkapelle spielen, träumen sie von einem guten Engagement, um dann heiraten zu können. Als sich der bekannte Schlagersänger Willy Hagara der Band anschließt, scheint ihr Traum in greifbare Nähe zu rücken. Am Tag der Gerichtsverhandlung gegen Paul Perlacher geschieht etwas Überraschendes: Amalie Hartung setzt sich jetzt lautstark für ihn ein, doch ohne Erfolg - beide erhalten eine kurze Haftstrafe. Als die beiden Streithähne zur selben Stunde entlassen werden, finden sie auf dem Heimweg sogar Gefallen aneinander. Hannes und Inge aber waren in der Zwischenzeit auch nicht untätig. Sie haben das Café Perlacher kräftig aufgemöbelt und dürfen - nachdem die Alten sich ja nun vertragen - heiraten. Nach dem Bühnenstück "Das Ekel" von Toni Impekoven und Hans Reimann schrieb Werner P. Zibaso das auf Heinz Erhardt und Grethe Weiser zugeschnittene und der Gegenwart des Jahres 1958 angepasste Drehbuch, das Hans Deppe inszenierte. Heinz Erhardt ist in "Der Haustyrann" in der für ihn untypischen Rolle eines aggressiven Menschen zu sehen. Wieder einmal brilliert der Erzkomödiant mit seinem unerreichten Wortwitz. Um 13.40 Uhr zeigt das ZDF "Witwer mit fünf Töchtern", ebenfalls mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle.
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