Geheimtipp: Möbelpacker auf Selbstfindungs-Trip
Drama
Atlas
Spielfilm
D 2018
ab 12
95 Min.
Der Möbelpacker Walter trägt nicht nur die Last der Habseligkeiten jener Leute, deren Wohnungen er zwangsräumt, sondern auch ihr Leid. Eines Tages erkennt der 60-Jährige bei einer Räumung in dem Mieter seinen Sohn wieder.
Der 60-jährige Walter Scholl ist Möbelpacker für Zwangsräumungen. Der ehemalige Gewichtheber ist der beste und treueste Schlepper, den Walters Chef Roland Grone in seiner Spedition hat. Walter ignoriert die zunehmenden Schmerzen, die ihm der Knochenjob bereitet, ebenso wie das Leid der Menschen, in deren Privatsphäre er täglich eindringt. Auf keinen Fall will Walter ohne Job dastehen und so enden wie diese Leute. Grone plant mit Hilfe eines zwielichtigen Familienklans ein riskantes Immobiliengeschäft. Ein Altbau in bester Lage soll entmietet und teuer weiterverkauft werden. Das Problem: Der letzte verbliebene Mieter weigert sich trotz Gerichtsbeschlusses, seine Wohnung herzugeben. Als Walter mit seinen Leuten und dem Gerichtsvollzieher vor dem Eingang dieser Wohnung steht, öffnet sich für ihn die Tür in seine eigene Vergangenheit: Er erkennt in dem verbissenen jungen Mann seinen Sohn wieder, den er vor Jahrzehnten im Stich gelassen und seitdem nie wieder gesehen hat. Ohne sich ihm als sein verschollener Vater zu offenbaren, nähert sich Walter seinem erwachsenen Sohn Jan und dessen Familie behutsam an. Als ihm allmählich bewusst wird, wie unberechenbar die Männer sind, auf die sich Grone eingelassen hat, gerät Walter unweigerlich zwischen die Fronten. Sein Versuch, die drohende Gefahr von Jan fernzuhalten, ohne sich zu erkennen zu geben, endet in einer Katastrophe: Von einem der Schläger des Familienklans in die Enge getrieben, begeht Walter einen Mord und rückt nun zunehmend ins Visier des Klans. Schließlich sieht er sich gezwungen, etwas zu tun, das die entstehende fragile Beziehung zu seinem Sohn endgültig zerstören kann.
David Nawrath feierte mit "Atlas" 2018 in Hof sein Spielfilmdebüt. Für das Drehbuch wurden er und Paul Salisbury mehrfach nominiert und auf dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney ausgezeichnet. Hauptdarsteller Rainer Bock erhielt für seine Rolle als Walter Scholl ebenfalls zahlreiche Nominierungen und wurde mit dem Deutschen Schauspielpreis, dem Guenter Rohrbach Filmpreis und dem Preis für den besten Schauspieler beim Turiner Filmfestival ausgezeichnet.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Rainer Bock
Walter Scholl
Albrecht Schuch
Jan Haller
Thorsten Merten
Alfred Hoppe
Uwe Preuss
Roland Grone
Roman Kanonik
Moussa Afsari
Nina Gummich
Julia Haller
Zübeyde Bulut
Rufia
Andrej Kaminsky
Prison Officer
Sasun Sayan
Boran
Serdar Thenk Yildiz
Bus traveler
Masi Aziz
Crowd
David Nawrath
Regie
Paul Salisbury
Drehbuch
Tobias von dem Borne
Kamera
Enis Rotthoff
Musik
27618361