Bockstarker Western über den Söldnermythos
Mercenario - Der Gefürchtete
Western
Eine Clownnummer in einer Stierkampfarena im Norden Mexikos, unter den Zuschauenden ein Mann, der sein Streichholz anzündet, wo es ihm gerade passt: an der Corsage einer Schönen oder an den Zähnen eines Nachbarn. Den Clown in der Manege kennt der kühle grosse Blonde - das war der Rebellenführer Paco (Tony Musante). Freunde waren die beiden nicht, aber Partner. Das kam so: Kowalski (Franco Nero) ist Pole, ehemaliger Hauptmann, jetzt Söldner im Grenzgebiet der Vereinigten Staaten und Mexiko. 1915 in Mexiko: Revolution - da gibt es für einen Söldner immer Arbeit. So soll Kowalski für den reichen Minenbesitzer Garcia eine Ladung Silber nach Texas transportieren. Von diesem Plan erfährt der brutale Gangster Ricciolo (Jack Palance). Bei einem Aufstand der Minenarbeiter ist aber das Silber im Berg verschüttet worden; beinahe wird Kowalski dort neben den Wachen aufgeknüpft. Doch bereits rückt Garcia mit der Armee an, und plötzlich ist der Söldner mit seinen Kenntnissen der Kriegführung ein gefragter Mann. Tatsächlich hilft er den eingeschlossenen Rebellen, aber nur gegen Barzahlung, vorzugsweise Gold. Mit seiner Hilfe schwingt sich der wirblige kleine Paco zum Revolutionsführer auf, nach dem Motto "Revolution heisst: die Besitzenden umbringen und ihnen ihr Geld wegnehmen." Columba (Giovanna Ralli), ein Mädchen aus dem Volk, versucht zwar, aus dem naiven Räuber Paco einen Freiheitshelden zu schmieden, aber Ricciolo und die Armee verfolgen ihn unerbittlich und verschiessen die Rebellen. Sergio Corbucci - neben Sergio Leone einer der bekanntesten Regisseure von Italowestern - war bekannt für seine bildstarke Erzählweise, seine lakonischen Dialoge und eine beissende Ironie. "Mercenario - Der Gefürchtete" gehört zu Corbuccis besten Western, was auch auf das Konto der drei Hauptdarsteller Franco Nero, Tony Musante und Hollywood Veteran Jack Palance geht, die ihre burlesken Figuren mit sichtlichem Gusto spielen. Ennio Morricone hat zu diesem Film einige seiner besten Melodien komponiert, so den mitreissenden Revolutionsgesang "Eviva la Revolución!"
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