Absurd fesselndes Familien-Schauspiel
Drama
Das Fest
Spielfilm
DK/S 1998
ab 12
105 Min.
Pro Tipp
Originaltitel: Festen
Der Hotelier Helge Klingfeld-Hansen feiert seinen 60. Geburtstag. Während des Festes klagt der älteste Sohn Christian seinen Vater an, er habe ihn und seine Schwester jahrelang sexuell missbraucht.
Es ist nicht einfach, die gute Gesellschaft zu sprengen, die sich am 60. Geburtstag des Patriarchen zu einer festlichen Familienfeier auf dem schmucken Landsitz versammelt hat. Doch die vom ältesten Sohn während einer Tischrede erzählte Geschichte, nach der er und die durch Suizid gestorbene Schwester vom Vater als Kinder regelmäßig missbraucht worden sind, lässt sich auch mit größter Anstrengung nicht totschweigen. Streng nach den Regeln des dänischen 'Dogma'-Filmpurismus - unter Verzicht auf Kunstlicht, mit unsteter Handkamera und in quälend langer Echtzeit - entgleisen die Charaktere in Vinterbergs preisgekröntem Familiendrama "Das Fest" bis zur Kenntlichkeit. Zu seinem 60. Geburtstag lädt der erfolgreiche Hotelier Helge Klingfeld-Hansen (Henning Moritzen) den erweiterten Familienkreis auf seinen schlossartigen Landsitz ein. Obwohl der jüngere Sohn Michael (Thomas Bo Larsen) sich wie üblich daneben benimmt, und die Tochter Helene (Paprika Steen) es gewagt hat, ihren farbigen Freund Gbatokai (Gbatokai Dakinah) mitzubringen, befinden Helge und seine Frau Elsa (Birthe Neumann) sich in ausgelassener Feierstimmung. Als der älteste Sohn Christian (Ulrich Thomsen) sein Vorrecht in Anspruch nimmt, als Erster eine Tischrede zu halten, ist die gute Laune jäh verflogen. Vor allen Anwesenden klagt Christian seinen Vater an, er habe ihn und seine Zwillingsschwester Pia (Trine Dyrholm) als Kinder jahrelang sexuell missbraucht. Die labile Schwester habe er damit in den Selbstmord getrieben. Als langsam klar wird, dass Christian keinen üblen Scherz gemacht hat, wollen die Gäste den Ort der Peinlichkeit fluchtartig verlassen. Doch der Koch Kim (Bjarne Henriksen) hat vorsorglich die Autoschlüssel einsammeln lassen. Die illustre Runde ist einander ausgeliefert, es wird ein richtig "netter" Abend... Nach den Regeln des von Lars von Trier ('Breaking The Waves') initiierten 'Dogma 95'-Manifests hat der dänische Regisseur Thomas Vinterberg ein vor Spannung knisterndes Familiendrama über den diskreten Charme der dänischen Bourgeoisie inszeniert. Mit beweglicher Handkamera, direkt aufgenommenem Ton und ohne Kunstlicht steigert sich die schonungslose Demontage einer bürgerlichen Familie zur Intensität einer Live-Übertragung. Der mit dem Spezialpreis der Jury in Cannes ausgezeichnete Film zählt zu den Meilensteinen des Kinos der 90er Jahre und überzeugt durch seine bis in die Nebenrollen hinein hervorragend agierenden Darsteller.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Ulrich Thomsen
Christian
Henning Moritzen
Faderen
Thomas Bo Larsen
Michael
Paprika Steen
Helene
Trine Dyrholm
Pia
Birthe Neumann
Moderen
Helle Dolleris
Mette
Therese Glahn
Michelle
Klaus Bondam
Toastmasteren
Bjarne Henriksen
Kokken
Gbatokai Dakinah
Gbatokai
Linda Laursen
Birthe
Lasse Lunderskov
Onklen
Lars Brygmann
Receptionisten
Lene Laub Oksen
Søsteren
John Boas
Farfar
Erna Boas
Farmor
Bent Henningsen
Statister
Poul Kajbæk
Statister
Vibeke Dalset
Statister
Janne Thomsen
Statister
Anette Jakobsen
Statister
Poul Petersen
Statister
Gulli Sejrsen
Statister
Vibeke Kaiser
Statister
John Johnsen
Statister
Dan Eilertsen
Statister
Søren Søgreni
Statister
Annette Jakobsen
Statister
Kate Goldschmidt
Statister
Thomas Vinterberg
(uncredited)
Mogens Rukov
screenplay
Anthony Dod Mantle
Kamera
Lars Bo Jensen
Musik
39992232