Rassismus & Diskriminierung am Arbeitsplatz
Drama
Exil
Spielfilm
D/B 2020
ab 12
115 Min. (121 Min.)
Der aus dem Kosovo stammende Pharmaingenieur Xhafer fühlt sich an seinem Arbeitsplatz diskriminiert. Nachdem er eine tote Ratte an seinem Gartentor hängend gefunden hat, vermutet er Rassismus als Motiv.
Xhafer mag seine Arbeit als Pharmaingenieur, doch fühlt er sich von seinen Kollegen und Vorgesetzten zunehmend ausgegrenzt. Als eine wichtige Sitzung in einen anderen Raum verlegt wird, bekommt er als Einziger nicht Bescheid. Unterlagen und Daten, die er für seine Arbeit anfordert, werden ihm vorenthalten, während man ihm gleichzeitig Nachlässigkeit und Inkompetenz unterstellt. Dabei lebt Xhafer seit Jahrzehnten in Deutschland, nachdem er wegen des Jugoslawienkrieges aus dem Kosovo geflohen ist. Mit seiner deutschen Frau Nora hat er inzwischen in seiner neuen Wahlheimat eine Familie gegründet. Sie haben zwei Mädchen und ein sieben Monate altes Baby. Doch das Klima auf der Arbeit wird immer feindseliger. Oder bildet er sich das nur ein? Nora warnt ihn davor, seinen Kollegen Rassismus zu unterstellen. Sie vermutet eher, dass ein persönliches Problem vorliegt, schließlich fehlt es ihm auch manchmal an Empathie. Allerdings ist da noch die tote Laborratte, die an ihrem Gartentor hängt. Als der Kinderwagen vor ihrem Haus plötzlich in Flammen steht und sich Xhafer von deutschen Polizisten nicht ernstgenommen fühlt, spitzt sich die Lage zu. In seiner Paranoia beginnt er zu glauben, Nora könnte ihn betrügen. Diese ist aufgrund des zunehmend aggressiven Verhaltens ihres Mannes besorgt und mit der Doppelbelastung durch die drei Kinder und die Arbeit an ihrer Promotion an der Grenze der Belastbarkeit. Schließlich sucht Xhafer die direkte Konfrontation mit seinem Kollegen Urs, den er für die Vorfälle verantwortlich macht. Doch dieser bleibt von den Anschuldigungen gegen sich ungerührt. Auch Xhafers Vorgesetzter stellt in einem Gespräch infrage, ob seine Einschätzung der Situation korrekt ist. Als seine Tochter Rosa kurze Zeit später ein Dutzend Ratten in ihrem Briefkasten findet, ist Urs für Xhafer zu weit gegangen. Er will sich an ihm rächen, doch dann kommt es ganz anders. Für sein Langfilmdebüt „Babai“ 2015 wurde Regisseur Visar Morina mit zahlreichen deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Sein zweiter Langfilm „Exil“ feierte im Januar 2020 beim Sundance Film Festival Weltpremiere. In Deutschland wurde das Drama erstmals im Rahmen der Filmfestspiele in Berlin 2020 vorgestellt. Morina erhielt bereits 2018 für „Exil“ den Deutschen Drehbuchpreis. Misel Maticevic („Im Angesicht des Verbrechens“ 2010, „Oktoberfest 1900“ 2020) wurde 2020 mit dem Günter-Rohrbach-Filmpreis und 2021 mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Schauspieler ausgezeichnet.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Misel Maticevic
Xhafer
Sandra Hüller
Nora
Rainer Bock
Urs
Thomas Mraz
Manfred
Flonja Kodheli
Hatiqe
Victoria Trauttmansdorff
Urs' Frau
Stephan Grossmann
Herr Winkler
Uwe Preuß
Herr Koch
Nicole Marischka
Valerie
Daniel Sträßer
Georg
Franziska Hartmann
Sektretärin Koch
Sybille J. Schedwill
Frau Kraus
Corinna Kirchhoff
Schwiegermutter
Astrit Kabashi
Herr Krasniqi
Anna Lucia Gualano
Rosa
Ronja Frank
Emelie
Ben Malina
Baby
Getuart Hajrizaj
Hatiqes Sohn
Ameli Kabashi
Hatiqes Tochter
Moritz Heidelbach
Polizist
Nils Hohenhövel
Polizist
Susanne Bredehöft
Urs' Sekretärin
Konstantin Lindhorst
Herr Steiner
Piet Fuchs
Herr Apfelbaum
Julia Schmitt
Frau Todenhöfer
Valentina Dubovci
Barkeeperin
Eshref Durmishi
Barkeeper
Mareile Blendl
Oberkellnerin
Salmi Youssef
Reinigungskraft
Christian Skibinski
Student
Visar Morina
Regie
Matteo Cocco
Kamera
Benedikt Schiefer
Musik
37472115