Wissenschaft
Heißzeit
Staffel 1, Folge 2 von 2
Reportage
D 2022
Ohne Altersbeschränkung
50 Min. (51 Min.)
Stereo
16:9
Das Gedächtnis der Meere und Ozeane
Wissenschaftler erforschen anhand vergangener Hitzeperioden, wie sich Ozeane verändern könnten: Vor 56 Millionen Jahren wurden tropische Meere bis zu 38 Grad warm und erlebten massiven Artensterben.
Eine neue Heißzeit wirft ihre Schatten voraus und verändert auch die Ozeane tiefgreifend. Wie ihre Zukunft aussehen könnte, erforschen Wissenschaftler anhand von Hitzeperioden der Vergangenheit. An der Universität Utrecht wird erforscht, was während einer besonders schnellen Erwärmung vor 56 Millionen Jahren in den tropischen Meeren passierte: Sie ähnelten Whirlpools, waren bis zu 38 Grad warm und nahezu alles Leben verschwand aus ihnen. In Frankreich spüren Paläontologen den Lebensbedingungen urzeitlicher Korallen nach. Sie entdecken: Die Organismen siedeln sich bei steigenden Temperaturen in kühleren Breiten an, wachsen dort jedoch langsamer. Hoffnung bieten auch Refugien wie der Golf von Akaba im Roten Meer. Durch einen erdgeschichtlichen Zufall leben Korallen dort in einem für sie kühlen Wasser - sind aber gleichzeitig sehr hitzetolerant. Doch nicht nur warme Meeresgebiete stehen unter Druck. An der Nordwestküste der USA sorgt die Erderwärmung für mehr Nordwind, der mehr kaltes, nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe aufsteigen lässt. Die Folge: In den oberen Wasserschichten explodiert das Leben. Doch am Meeresboden zersetzen Bakterien herabsinkende Biomasse und verbrauchen den gesamten Sauerstoff. Es bilden sich Todeszonen. Durch den Meeresspiegelanstieg dringen die Ozeane immer weiter in unseren Lebensraum vor. Geologen der Columbia University in New York rekonstruieren daher aus antarktischen Sedimentkernen und fossilen Korallenriffen, dass der Meeresspiegel in der letzten Warmphase vor rund 125.000 Jahren bei einem Klima wie heute um rund vier Meter angestiegen ist.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Sebastian Führ
Self - Sprecher
Jacqueline Austermann
Self
David Bailey
Self
Jack Barth
Self
Thomas Brachert
Self
Chris Brunet
Self
Oana-Alexandra Dumitru
Self
Maoz Fine
Self
Pat Forbes
Self
Cyril Gagnaison
Self
Tukaram Janardhan Koli
Self
Anders Levermann
Self
Naomi Oreskes
Self
Maureen Raymo
Self
Appy Sluijs
Self
Florian Breier
Regie
Michael Kern
Kamera
Stephen Murello
Kamera
Shalom Rufeisen
Kamera
Shalom Rufeken
Kamera
Akshay Singh
Kamera
Lukas Fraedrich
Musik
Sebastian Haßler
Musik
Siggi Mueller
Musik
Jörg Magnus Pfeil
Musik
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