Die Kuba-Krise als spannender Politthriller
Politthriller
Thirteen Days
Spielfilm
USA 2000
ab 12
135 Min.
Pro Tipp
16:9
Im Oktober 1962 entdeckt der amerikanische Geheimdienst, dass die Sowjets versuchen, auf Kuba Mittelstreckenraketen zu positionieren. Die Welt wartet gebannt auf die Reaktion des Präsidenten Kennedy.
14. Oktober 1962: Amerikanische Luftaufklärer entdecken auf Kuba sowjetische Mittelstreckenraketen bestückt mit Nuklearsprengköpfen. Kurze Zeit später wird US-Präsident John F. Kennedy (Bruce Greenwood) über die Lage informiert. Kennedy ruft sofort seinen Beraterstab zusammen, zu dem neben seinem Bruder, Justizminister Robert F. Kennedy (Steven Culp), und Verteidigungsminister Robert McNamara (Dylan Baker) auch sein loyaler persönlicher Berater Kenny O'Donnell (Kevin Costner) zählt. Die Atomraketen, die auch Städte in den USA bedrohen könnten, werden klar identifiziert. Der Präsident steht vor einer schier ausweglosen Situation: Während die Hardliner auf einen sofortigen Militärschlag und zur Invasion auf Kuba drängen, möchte Kennedy einen kriegerischen Einsatz möglichst vermeiden. Er weiß: Die militärische Konfrontation mit der Sowjetunion kann in kürzester Zeit zu einem nuklearen Schlagabtausch führen, dem als erstes West-Berlin zum Opfer fallen würde. Er und seine Berater sehen sich aber gezwungen, schnell zu handeln - Kennedys strategische Reputation steht auf dem Spiel. So entscheidet er sich für eine Blockade Kubas - ein an sich kriegerischer Akt, der jedoch in Form einer "Quarantäne" abgemildert werden kann: Ankommende Sowjet-Kriegsschiffe sollen sich von den Einsatzkräften der USA durchsuchen lassen. Eine gewagte Aktion, an die sich nicht jeder hält, was neben weiteren ernsten Pannen erneut zur drohenden Eskalation führt. In dieser Situation erreichen Kennedy und seine Männer zwei Nachrichten aus dem Kreml: In der ersten erklärt sich Premierminister Nikita Chruschtschow bereit, in Anbetracht der höchst angespannten Lage die Raketen abzuziehen. Doch eine zweite Botschaft, angeblich ebenfalls von Chruschtschow, schlägt wesentlich kompromisslosere Töne an. Präsident Kennedy sieht sich gezwungen, auf volles Risiko zu gehen, um die Kriegstreiber in den eigenen und gegnerischen Reihen zu überlisten und die Krise zu einem friedlichen Ende zu führen. Mit seinem atmosphärischen, hoch spannenden Politthriller im Doku-Drama-Stil bewies Regisseur Roger Donaldson erneut sein gutes Händchen für Genre-Stoffe mit dem gewissen Etwas - in diesem Fall historisch grundiert: Die 13 Tage der Kubakrise brachten die Menschheit an den Rand eines Dritten Weltkrieges und wurden von Drehbuchautor David Self zu einer konzentrierten, packenden Situationsstudie aus Sicht der amerikanischen Seite verdichtet. Self und Donaldson verschrieben sich einer totalen Authentizität und ließen sogar überlieferte Originalaufnahmen aus dem Weißen Haus mit ins Drehbuch einfließen. Das Ergebnis: ein fesselndes, angenehm unpatriotisches Stück zum Thema Kalter Krieg, das mit Kevin Costner und Bruce Greenwood eine charismatische Besetzung aufweist.
Obwohl sich der zurzeit der Kuba-Krise erst 16-jährige Roger Donaldson in Australien aufgehalten hatte, erinnerte er sich noch Jahrzehnte später an seine Angst vor einem Dritten Weltkrieg. Als der Regisseur schließlich David Selfs Drehbuch zu "13 Days" las, entschied er sich, die packenden Ereignisse von damals in einem Film zu dokumentieren. Mit Kevin Costner in der Rolle des Kenny O'Donnell und Bruce Greenwood als John F. Kennedy ist ihm ein wahres Meisterwerk gelungen..
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Kevin Costner
Kenny O'Donnell
Bruce Greenwood
John F. Kennedy
Stephanie Romanov
Jacqueline Kennedy
Steven Culp
Robert Kennedy
Dylan Baker
Robert McNamara
Lucinda Jenney
Mrs. O'Donnell
Ed Lauter
General Marshall Carter
Frank Wood
McGeorge Bundy
Charles Esten
Maj. Anderson
Tim Kelleher
Ted Sorensen
Bill Smitrovich
Gen. Maxwell Taylor
Dakin Matthews
Arthur Lundahl
Henry Strozier
Dean Rusk
Michael Fairman
Adlai Stevenson
Walter Adrian
Lyndon Johnson
James Karen
George Ball
Dan Ziskie
General Walter 'Cam' Sweeney
Len Cariou
Dean Acheson
Peter White
John McCone
Kevin Conway
General Curtis LeMay
Kelly Connell
Pierre Salinger
Olek Krupa
Andrei Gromyko
Elya Baskin
Anotoly Dobrinyn
Timothy Jerome
Journalist
Jack McGee
Richard J. Daley
Lamar Smith
Aide
John Aylward
Orville Dryfoos
Roger Donaldson
Regie
David Self
written by
Andrzej Bartkowiak
Kamera
Trevor Jones
Musik
27883458