Drama
Wilhelm Tell
Spielfilm
CH 1960
ab 6
95 Min. (100 Min.)
Die Habsburger herrschen mit eiserer Härte über die Bewohner der Innerschweiz. Das Volk möchte die ungeliebten Fürsten loswerden. Ein Kämpfer gegen die Österreicher ist der Armbrustschütze Wilhelm Tell.
Terror in den Tälern der Innerschweiz. Die Habsburger knechten, die Einheimischen leiden und begehren schliesslich machtvoll auf, von Not getrieben und vom Grimm bewegt. 1291 schleichen die Boten durch die lauen Julinächte, am 1. August kommt es zum geheimen Bund der drei Landgemeinschaften auf der nächtlichen Waldwiese am Vierwaldstättersee. Ein Eid besiegelt das Bündnis, aus dem die Schweiz entstehen soll. Aber weil für Gutes kein Platz auf Erden ist, schlagen die Vögte zur Strafe noch grimmiger zu, erfinden Schikanen wie den Hut auf der Stange in Altdorf, den man grüssen soll. Tell (Robert Freitag), der knorrige Verweigerer aus dem Hinterland, tritt auf, schiesst den Apfel vom Kopf des Sohnes und später den Pfeil in die Brust des Tyrannen Gessler (Wolfgang Rottsieper). Höhenfeuer brennen: Die Eidgenossen haben ihre Freiheit und ihren ersten Helden. Zu Beginn der 1960er-Jahre waren in der Schweiz gleich zwei Filmprojekte mit dem Tell-Stoff in Arbeit. Franz Schnyder wollte mit kritischem Ansatz in "Tell, die Geburt der Freiheit" einen Helden zeigen, der von eigensüchtigen Hintermännern getäuscht und ausgenutzt wird. Anderseits war der Innerschweizer Geschäftsmann Josef Kälin bestrebt, einen Tell auf die Leinwand zu bringen, wie man ihn aufwendiger und teurer noch nie gesehen hatte. Die Opulenz obsiegte; die Produktionskosten stiegen in fünf Monaten Drehzeit von den geplanten 1,5 Millionen auf das Doppelte an. Allein die aus München herbeigeschaffte Beleuchtungsanlage kostete 300'000 Franken. Die Darstellerliste liest sich wie ein Prominentenlexikon des damaligen Schweizer Theaters; selbst kleinste Rollen waren mit Publikumslieblingen besetzt. Doch die überrissenen Herstellungskosten konnte der Film in der Schweiz nicht wieder einspielen. Und als sich ein Rettungsengel in Gestalt der Sovexportfilm näherte, welche den Film in Russland auswerten wollte, schlossen in der Schweiz die Kalten Krieger ihre Reihen und verhinderten den Verkauf des Schweizer Freiheitshelden an die "roten Teufel".
Ein frei gestalteter Film im Bilderbuchstil mit hervorragenden Landschaftsaufnahmen. Dafür dass der Film mit dem bis dahin höchsten Budget in der Geschichte des Schweizer Films produziert wurde, hätte man sich freilich ein größeres Erlebnis als die gebotene Unterhaltung fürs Gemüt gewünscht (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Robert Freitag
Wilhelm Tell
Hannes Schmidhauser
Heinrich von Melchtal
Maria Becker
Gertrud Stauffacher
Leopold Biberti
Werner Stauffacher
Alfred Schlageter
Walter Fürst
Heinz Woester
Werner von Attinghausen
Zarli Carigiet
Konrad Baumgarten
Wolfgang Rottsieper
Hermann Gessler
Birke Bruck
Berta von Bruneck
Richard Alexander
Burghauptmann
Raimund Bucher
Reding
Paul Bühlmann
Rudi
Christian Dickoff
Willi
Urs Dickoff
Walterli
Verena Furrer
Armgard
Inigo Gallo
Burghauptmann
Fred Haltiner
Landenbergers Reisiger
Ulrich Herrlitz
Harras
Helen Hesse
Baumgartnerin
Erhard Jacksch
Stallmeister
Max Knapp
Abderhalden
Rita Liechti
Ruodis Mutter
Alfred Lohner
Pfarrer Rösselmann
Trudy Moser
Hedwig
Rico Peter
Stallmeister
Fritz Pfister
Leuthold
Karl Pistorius
Wolfenschiessen
Arnold Putz
Landenberg
Alfred Rasser
Saufkumpan
Wilfried Scheitlin
Eremit
Werner Schmidt
2. Fischer
Peter Schmitz
Narr
Armin Schweizer
Leibknecht
Rico Senn
1. Fronvogt
Suzanne Thommen
Ruodis Frau
Hermann Ullmer
Bote des Königs
Georges Weiss
Rudenz
Otto Wiesely
Geselle
Hermann Wyrsch
Schafhirt
Michel Dickoff
Regie
Karl Hartl
(supervisor)
Max Frisch
Drehbuch
Luise Kaelin
Drehbuch
Hans Schneeberger
Kamera
Hans Haug
Musik
32467831