Die Mennoniten - Fremde unter uns
Gesellschaft + Soziales
Sie leben in der selbstgewählten Einsamkeit: die Mennoniten. Sie bauen Kolonien an den entlegensten Plätzen auf Erden. Um sich vor den Versuchungen der modernen Welt zu schützen, leben sie fast ausschliesslich als Selbstversorger. Der Filmemacherin Mélanie van der Ende ist es gelungen, einen Zugang zu dieser verschlossenen Gemeinschaft zu finden. Einige Mennoniten haben sich bereit erklärt, ihre Türen zu öffnen und vor der Kamera über ihr Leben zu berichten. In der Kolonie Little Belize in Zentralamerika sieht es aus, wie wenn die Zeit stehengeblieben wäre. Die Menschen benutzen Pferdewagen, um sich fortzubewegen, und sie sprechen Plattdeutsch, ein alter deutscher Dialekt. Doch die Aussenwelt lässt sich auch hier nicht komplett ausblenden und wenn sich jemand nicht an die Regeln hält, dann hat er keinen Platz mehr in den Reihen der Mennoniten. Wilhelm, der ehemalige Doktor der Kolonie, wurde aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, weil er sich für Notfälle ein Mobiltelefon besorgt hatte. Nun hat er mit anderen eine eigene, etwas offenere Gemeinschaft gegründet. Die moderne Welt ist für viele mennonitische Familien eine solch grosse Bedrohung, dass sie auswandern und bisher unbesiedelte Regionen für sich einnehmen. So begleitet die Filmemacherin Mennoniten, die von Belize nach Peru auswandern, in den tiefen Urwald des Amazonas. Dort hoffen sie, ihre Glaubensgemeinschaft nach ursprünglicher Doktrin leben zu können. Erstausstrahlung 11.03.2020
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Link auf diese Seite