Gesellschaft + Soziales
Re:
Folge 644
Reportage
D 2020
35 Min.
Stereo
16:9
Zwangsprostitution in Europa
Menschenhändler versprechen jungen Frauen, zumeist aus Rumänien oder Bulgarien, gut bezahlte Jobs, um sie in Deutschland in die Sexsklaverei zu zwingen. Eine von ihnen ist Sascha, die den Ausstieg geschafft hat.
Die Ware Mensch ist günstig für die organisierte Kriminalität. Anders als Drogen oder Waffen kostet sie fast nichts. Und man kann sie nicht nur einmal verkaufen, sondern immer wieder, Tag für Tag. Junge Frauen versuchen der Armut in ihren Heimatländern zu entkommen und landen in deutschen Bordellen. Die meisten stammen aus Rumänien oder Bulgarien. Gewissenlose Menschenhändler versprechen ihnen gut bezahlte Jobs, um sie hier in die Sexsklaverei zu zwingen. Manche verkaufen sich für den Gegenwert einer Packung Zigaretten. Erleichtert wird diese Zwangsprostitution durch eine Gesetzgebung, die Prostitution legalisiert und als Dienstleistung definiert, freiwillig angeboten. Wieviele Frauen gezwungen werden, bleibt dabei im Dunkeln. Zum Beispiel Sascha, die 20 bis 30 Freier am Tag bedienen musste, und die erst mit Hilfe von "Amalie", einer Mannheimer Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, den Ausstieg geschafft hat. "Amalie" hat ihr einen Job und eine Wohnung vermittelt, damit sie sich eine neue Existenz aufbauen kann.
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