Vielschichtiges Zeitporträt von Stanley Kubrick
Historienfilm
Barry Lyndon
Spielfilm
USA/GB 1975
ab 12
175 Min. (185 Min.)
Pro Tipp
Stereo
16:9
Deserteur, Glücksspieler, aristokratischer Emporkömmling - der bürgerliche Ire Redmond Barry hat viele Gesichter und lebt viele Leben. Doch dem schnellen Aufstieg folgt schon bald der tiefe Fall.
Eine unglückliche Liebe wird Redmond Barry zum Verhängnis: Der irische Provinzler verliebt sich unsterblich in seine Cousine und erschießt im Duell seinen Konkurrenten. Ohne zu ahnen, dass das Duell fingiert war und sein feiger Nebenbuhler wohlauf ist, flieht er und verpflichtet sich während des Siebenjährigen Krieges völlig mittellos bei der englischen Armee. Alsbald hat er genug vom rauen Soldatenleben und desertiert. Mit falschen Papieren unterwegs nach Holland wird er von dem preußischen Offizier Potzdorf zwangsrekrutiert. Von ihm erhält er den Auftrag, als Spion den Chevalier de Balibari auszuhorchen. Doch Redmond widersetzt sich dem Befehl und verdingt sich lieber als Meister des Glücksspiels. Am Spieltisch lernt er die schöne und reiche Lady Lyndon kennen, die er bald heiratet. Der Gentleman nennt sich von nun an Barry Lyndon, vergnügt sich mit Prostituierten und versucht, sich einen Adelstitel zu erkaufen. Nur den gemeinsam gezeugten Sohn liebt er abgöttisch, ganz im Gegensatz zu seinem Stiefsohn Lord Bullingdon. Als Barry wegen seines unbeherrschten Temperaments nacheinander seine Freunde, Macht und Reichtum und schließlich seinen Sohn verliert, ist es der Hass des Stiefsohns, der seinen Abstieg endgültig besiegelt. Stanley Kubrick inszeniert diese tragische Geschichte mit atemberaubender visueller Präzision. Ryan O'Neal brilliert als Barry Lyndon und zeigt die Wandlung vom romantischen Schwärmer zum ignoranten Emporkömmling. Hardy Krüger überzeugt als preußischer Offizier Potzdorf in einer seiner größten Rollen. "Barry Lyndon" ist nicht nur ein Drama über menschliche Schwächen, sondern auch eine Hommage an die Kunst des 18. Jahrhunderts.
Stanley Kubrick fängt mit seinem Epos Eindrücke aus dem Leben eines antiquierten Landadels ein, der Ende des 18. Jahrhunderts der Französischen Revolution zum Opfer fallen wird. Dem Publikum vor allem bekannt als Regisseur und Drehbuchautor skandalträchtiger Inszenierungen wie "Uhrwerk Orange" (1971) oder "Lolita" (1962), geht es Kubrick in "Barry Lyndon" weniger um Provokation als um künstlerischen Anspruch, der vierfach oscarprämierte Kultfilm versteht sich als Hommage an die Schönheit barocker Malerei und Musik. Kubrick verbindet dabei Ton und Bild zu einem herausragenden Meisterwerk. Ryan O'Neal - bekannt durch seine oscarnominierte Hauptrolle in der Erfolgsromanze "Love Story" (1970) - läuft dabei als Barry Lyndon zu schauspielerischer Höchstform auf.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Ryan O'Neal
Barry Lyndon
Marisa Berenson
Lady Honoria Lyndon
Patrick Magee
The Chevalier du Balibari
Hardy Krüger
Capt. Potzdorf
Steven Berkoff
Lord Ludd
Gay Hamilton
Nora Brady
Marie Kean
Barry's Mother
Diana Körner
Lischen
Leon Vitali
Lord Bullingdon
Murray Melvin
Rev. Samuel Runt
Frank Middlemass
Sir Charles Lyndon
André Morell
Lord Gustavus Adolphus Wendover
Arthur O'Sullivan
Capt. Feeny - the Highwayman
Godfrey Quigley
Capt. Grogan
Leonard Rossiter
Capt. John Quin
Philip Stone
Graham
John Bindon
Recruiting Soldier
Roger Booth
King George III
Billy Boyle
Seamus Feeny
Jonathan Cecil
Lt. Jonathan Fakenham
Peter Cellier
Sir Richard
Geoffrey Chater
Dr. Broughton
Anthony Dawes
British Soldier
Patrick Dawson
Seamus Feeney
Bernard Hepton
Diner at Feast for Lord Wendover - Left of Barry's Mother
Anthony Herrick
Schauspieler
Barry Jackson
British Soldier
Wolf Kahler
Prince of Tübingen
Pat Laffan
British Soldier (Fight Instigator)
Hans Meyer
Schauspieler
Stanley Kubrick
Regie
John Alcott
Kamera
Leonard Rosenman
Musik
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