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Natur + Umwelt
Für viele Menschen im Sahel ist Wasser knapp. Heiße Winde wehen aus der Sahara heran und machen den Senegalesinnen und Senegalesen das Leben schwer. Doch jedes Jahr im Herbst ändert sich die Situation. Nach ergiebigen Regenfällen tritt der Fluss Senegal über die Ufer und verändert das Land, auch den Djoudj-Nationalpark. Wo vor kurzem noch der Boden in der Sonne glühte, erstrecken sich flache Lagunen, von farbenprächtigen Lotusblumen bedeckt. Es entsteht eine Lebensfülle, die ihresgleichen sucht. Millionen Zugvögel aus Europa treffen ein und Tausende Pelikane ziehen hier ihren Nachwuchs auf. Sie fischen im Senegal-Fluss, der jetzt vor Leben brodelt und Nilkrokodile, Warane, Kormorane, Schlangenhalstaucher und auch die Menschen ernährt. Die Männer trocknen den Fisch in der Sonne. Als Stockfisch wird er ins Landesinnere transportiert. Die Frauen ernten Lotusfrüchte und verfeinern damit den Couscous. Warzenschweine haben es auf nahrhafte Samen abgesehen und Warane räubern Eier aus der Pelikankolonie. Sie sorgen alle vor, denn die Zeit des Überflusses wird bald vorbei sein.
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