Gesellschaft + Soziales
Re:
Folge 850
Reportage
D 2021
35 Min.
Stereo
16:9
Angst vor dem Meer
In Portugal führen viele Bewohner von Küstenorten einen verzweifelten Kampf gegen den Anstieg des Meeresspiegels. Ein Filmteam sprach mit Menschen, die sich gegen die bedrohliche Erosion stemmen.
Der Druck auf Portugals Westküste steigt von Jahr zu Jahr: Vor allem im Norden des Landes führen viele Portugiesen einen verzweifelten Kampf gegen das Fortschreiten des Meeres, das Strände und Küstenorte bedroht. Jedes Jahr müssen die Umweltbehörden Wohnhäuser an der Küste aufgeben und Bewohner umsiedeln. Die Reportage zeigt, wie Menschen in Portugal gegen das Fortschreiten des Meeres und die Küstenerosion ankämpfen, etwa den Fischer Vítor Cacheira, der von der Küstenfischerei schon lange nicht mehr leben kann und sich deshalb als Stadtrat im Ort Esmoriz für ein Umsiedlungsprogramm einsetzt, das betroffenen Familien sichere Wohnungen zur Verfügung stellt. Am Strandbad von Furadouro sieht Surflehrer und Naturguide João Paulo seine wirtschaftliche Grundlage gefährdet. Restaurantbetreiber Abel Vieira aus dem Fischerort Apúlia befürchtet, dass sein jahrhundertealtes Dorf in einigen Jahren vom Meer verschluckt werden könnte. Viele Häuser, die direkt am Strand lagen, sind in den vergangenen Jahren bereits buchstäblich ins Meer gefallen. Auch Abel Vieiras Restaurant, eins von vielen, die direkt hinter der Düne liegen, ist gefährdet - und damit auch viele Arbeitsplätze. Die Zentralregierung sagt, sie habe das Problem auf dem Schirm. Man versuche durch Aufschüttung von Millionen Kubikmetern Sand oder durch die Errichtung von Schutzwällen das Problem zu lösen. Das ist Sisyphusarbeit. Die EU hat den Kampf gegen die Küstenerosion zur Priorität erklärt und unterstützt die portugiesischen Behörden finanziell.
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