Wie stark kann wahre Liebe wirklich sein?
Melodram
Lili Marleen
Spielfilm
D 1981
ab 12
115 Min. (120 Min.)
Pro Tipp
Stereo
16:9
Die Sängerin Willie steigt als Interpretin des Schlagers "Lili Marleen" zum Star der Unterhaltungsindustrie unter den Nazis auf. Doch ihre Liebe zu einem Juden lässt sie die Protektion verlieren.
Zürich, 1938: Die Liebe zwischen der deutschen Barsängerin Willie Bunterberg und Robert Mendelsohn, dem Sohn reicher jüdischer Eltern, steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Verfolgung der Jüdinnen und Juden in Deutschland nimmt immer schrecklichere Ausmaße an und es herrscht überall Kriegsstimmung. Auch Roberts Vater ist gegen die Beziehung der beiden und sorgt dafür, dass Willie in ihre Heimat abgeschoben wird. In Deutschland wird ihr Lied „Lili Marleen" im Radio gesendet und avanciert sofort zum Hit. Willie wird über Nacht zum Star. Während man sie zunehmend in die Propaganda-Aktionen der Nazis einspannt, wird Robert von der Gestapo verhaftet. Mit geheimen Unterlagen über Vernichtungslager, die Willie aus Polen herausschmuggelt, versucht sie nun, Roberts Leben zu retten. Rainer Werner Fassbinders Film nach dem Roman von Lale Andersen zeigt, wie in Kriegszeiten Politik auch in das Privatleben dringt - und wie das Dritte Reich Musik- und Showelemente als "Opium fürs Volk" nutzte. Der Film erzählt auch von Fassbinders Bewunderung für die Melodramen Douglas Sirks, die Fassbinder förmlich bis ins kleinste Detail studiert hatte. In der zweiten Abendhälfte zeigt ARTE "Angst essen Seele" auf. Darin lernt die verwitwete, 60-jährige Putzfrau Emmi in einer Kneipe den 20 Jahre jüngeren Marokkaner Ali kennen. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Liebesgeschichte; die beiden heiraten. Doch der Verbindung zwischen der 60-jährigen Putzfrau und dem Gastarbeiter begegnet Emmis Umfeld mit Vorurteilen und Feindseligkeit. Der konzentrierte Film, wieder ein Melodram, zählt zu Fassbinders erfolgreichsten Werken und reflektiert eindringlich und ungeschminkt das Dilemma einer unkonventionellen Liebesbeziehung im Deutschland der 70er Jahre. Am 10. Juni 2022 jährt sich zum 40. Mal der frühe Tod desjenigen, der gerne als "Enfant Terrible" des deutschen Films bezeichnet wird - zuletzt von Oscar Roehler in dessen gleichnamigen Film. ARTE erinnert an den kompromisslosen Künstler, der sich schon früh für Film interessierte, aber erst mit dem Umweg über das Theater das Medium eroberte.
Weithin frei gestaltete kolportagehafte Geschichte um den Erfolg des Liedes "Lili Marleen" und dessen Sängerin. Der Halbherzigkeit geballter Manieriertheit der Inszenierung wegen eher langweilig als menschlich oder politisch interessant (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Hanna Schygulla
Willie
Giancarlo Giannini
Robert
Mel Ferrer
David Mendelsson
Karl-Heinz von Hassel
Henkel
Christine Kaufmann
Miriam
Hark Bohm
Taschner
Karin Baal
Anna Lederer
Erik Schumann
von Strehlow
Gottfried John
Aaron
Udo Kier
Drewitz
Roger Fritz
Kauffmann
Rainer Will
Bernt
Raúl Gimenez
Blonsky
Adrian Hoven
Ginsberg
Willy Harlander
Prosel
Barbara Valentin
Eva
Helen Vita
Grete
Elisabeth Volkmann
Marika
Lilo Pempeit
Tamara
Herb Andress
Reintgen
Jürgen Draeger
Journalist
Rudolf Lenz
Dr. Glaubrecht
Harry Baer
Norbert Schultze
Toni Netzle
Frau Prosel
Daniel Schmid
Pförtner Victor
Franz Buchrieser
Thome
Rainer Werner Fassbinder
Regie
Manfred Purzer
original screenplay
Joshua Sinclair
screenplay contributor
Xaver Schwarzenberger
Kamera
Michael Ballhaus
Kamera
Peer Raben
Musik
32007658