Wir im Saarland - Grenzenlos extra
Regionalmagazin
In dieser Ausgabe stellen wir Entdeckungen der Vergangenheit von Metz in einer Extra-Ausgabe von „Wir im Saarland – Grenzenlos“ vor. Die lothringische Stadt Metz steckt voller Geschichte. Schon seit rund fünf tausend Jahren leben Menschen hier, wo die Seille in die Mosel mündet. Für die Reihe „Tour de Kultur“ haben Anna Becker, David Differdange und Elisa Teichmann fünf Streifzüge durch die Stadt gemacht und sind dabei auf Spuren von furchteinflößenden Fabelwesen, berühmten Humanisten und römischen Baumeistern gestoßen. Bereits zu römischer Zeit war Metz eine bedeutende Stadt, denn hier kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Für die Wasserversorgung bauten die Römer ein rund 40 Kilometer langes Aquädukt von Gorze nach Metz. Noch heute sind beeindruckende Überreste dieser architektonischen Meisterleistung sichtbar. Die Ursprünge des Drachen Grauli liegen in der keltischen Vergangenheit von Metz. Als die Stadt christianisiert wurde, stürzte man das Fabelwesen der Legende nach in die Seille. In der Erinnerung der Menschen aber wurde der Grauli unsterblich und später zum Maskottchen der Stadt. Seine Spuren finden sich in Metz in Form von Skulpturen, Graffiti und sogar Törtchen. Zu einer Reise nach Metz gehört unbedingt auch ein Besuch in der über 800 Jahre alten Kathedrale. In der Gestaltung ihrer Fassade wird unteranderem der Einfluss des deutschen Kaiserreichs auf die Stadt und ihre Architektur sichtbar. Vom Deutschen Tor aus entlang an den Ufern von Seille und Mosel stehen noch immer Überreste der alten Stadtmauer. Wer ihnen folgt, stößt auf Ruinen von historischen Wachtürmen und die große Bedeutung der Zünfte im Mittelalter. Im 16. Jahrhundert suchte hinter diesen Mauern der Humanist François Rabelais für einige Jahre Zuflucht. Der Arzt und Gelehrte wurde zu einem der bedeutendsten französischen Schriftsteller. Auch wenn seine Werke inzwischen nicht mehr jedem geläufig sind, kann man dem Menschen Rabelais durch seinen derben Humor und seinen großen Sinn für gutes Essen auch heute noch nahe kommen.
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