Gesellschaft + Soziales
Lebensretter
Folge 205
Reportage
D 2021
45 Min.
Stereo
16:9
Zugunglück Ferdinandshof
Es ist einer der schwersten Bahnunfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Am frühen Nachmittag des 26. April 1988 stoßen bei Ferdinandshof zwei Züge frontal zusammen. Dabei werden zwei Menschen getötet und über 30 verletzt. Zwei Reisende erinnern sich noch heute sehr genau an diese Fahrt. Wegen Elektrifizierungsarbeiten an der Strecke ist zu diesem Zeitpunkt nur ein Gleis befahrbar. Der verspätete Zug D 502 von Saalfeld nach Stralsund hätte eigentlich im Bahnhof Ferdinandshof warten müssen, um den entgegenkommenden Zug D 715 auf der Fahrt von Binz nach Leipzig passieren zu lassen. Doch der Lokführer übersieht das entsprechende Signal. Der Zug, der in Richtung Leipzig unterwegs ist, erkennt die herankommende Gefahr und kommt zum Halten. Der Lokführer Richtung Stralsund leitet zwar eine Notbremsung ein, prallt aber mit immer noch über 50 Kilometern pro Stunde auf den stehenden Zug und rettet sein Leben nur durch einen Sprung von der Lok. Diese Lok wird dabei so schwer zertrümmert, dass sie noch am Unfallort zerlegt werden muss. Es entsteht ein Sachschaden in Höhe von rund zwei Millionen DDR-Mark.
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Mitwirkende
28131782