Sozialdrama
Glückskind
Spielfilm
D 2014
ab 6
90 Min. (89 Min.)
Stereo
Hans ist arbeitslos, geschieden und allein. Er hat sich und sein Leben aufgegeben. Da findet er in einer Mülltonne ein beinahe lebloses Baby und nimmt sich spontan des hilflosen Wesens an.
Nichts liegt dem arbeitslosen, allein lebenden und ziemlich heruntergekommenen Hans ferner, als die Verantwortung für ein Baby zu übernehmen. Hans übernimmt schon eine ganze Weile für praktisch nichts mehr die Verantwortung. Den Kontakt zur geschiedenen Frau und den Kindern hat er verloren, sein Leben entgleitet ihm zunehmend ins Nichts. Doch als er in einer Mülltonne einen fast schon leblosen Säugling findet, spürt er den ersten aktiven Impuls seit Langem. Er nimmt das kleine Mädchen heimlich zu sich, nennt es Felizia und bekommt es tatsächlich hin, es satt, trocken und zufrieden zu halten. Dabei hat Hans Glück, sein Bekannter Wenzel unterstützt ihn bei seiner heimlichen Aktion und die iranischen Nachbarn, das Ehepaar Tarsi, sind unerwartet hilfsbereit. Am liebsten will Hans Felizia überhaupt nicht wieder hergeben, denn mit der Kleinen scheint ihm ein Neuanfang möglich. Er unterdrückt die Ahnung, dass dieses Zusammenleben nicht dauern kann, obwohl er bald erfährt, dass er sich vor der Polizei in Acht nehmen muss, denn das Baby wird inzwischen vermisst und seiner Mutter droht eine Mordanklage. Aber kann Hans für seinen Neuanfang wirklich ein fremdes Kind behalten?
Der spät zum Kino gekommene Darsteller des grimmigen Alten, Herbert Knaup, ist durch seine grandiosen schauspielerischen Leistungen, die von Dominik Grafs "Die Sieger" (1993, Bayerischer Filmpreis) bis André Erkaus Komödie "Arschkalt" (2010) reichen, von den deutschen Leinwänden nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus ist Knaup seit 2009 als Kommissar Kluftinger im beliebten gleichnamigen Allgäu-Krimi zu sehen. Alle Filme, die im Rahmen des ARTE FilmFestivals gezeigt werden, sind auf ARTE+7 abrufbar. Mehr im Internet auf: cinema.arte.tv.
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Mitwirkende
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