Letzter Western der Film-Legende John Ford
Western
Cheyenne
Spielfilm
USA 1964
ab 12
150 Min. (154 Min.)
Pro Tipp
Originaltitel: Cheyenne Autumn
Die Überlebenden des Stammes der Cheyenne verlassen ihr Reservat in Oklahoma und begeben sich geschwächt von Hunger auf einen entbehrungsreichen 1500-Meilen-Marsch zu ihren alten Jagdgründen in Montana.
Eingesperrt in einem Reservat, hat der Stamm der Cheyenne schon lange den Kampf um die Vorherrschaft im eigenen Land gegen die weißen Siedlerinnen und Siedler verloren. Nun werden für die Native Americans auch noch die bereits kargen Lebensmittelrationen eingestellt, die von der Regierung geliefert wurden. Krank und ausgehungert verlassen die Überlebenden des Cheyenne-Volkes unter der Führung der tapferen Häuptlinge Dull Knife und Little Wolf ihr Reservat in Oklahoma und begeben sich auf einen entbehrungsreichen 1.500-Meilen-Marsch zu ihren uralten Jagdgründen in Montana. Eine junge Lehrerin schließt sich ihnen an, um sich um die Kinder zu kümmern. Doch die Flucht bleibt nicht lange unbemerkt. US-Captain Thomas Archer und seine Truppe sollen die Gruppe aufhalten und sie gegen ihren Willen zurück in die Enge des Reservats zwingen. Die Medien verbreiten dagegen die Behauptung, dass die Cheyenne ihr Reservat aus heimtückischen und böswilligen Motiven verlassen hätten. Die Lebensbedingungen während der Flucht sind hart. Die Native Americans irren umher und kämpfen ums nackte Überleben. Als es zu schneien beginnt, haben sie keine andere Möglichkeit, als sich in zwei Gruppen zu teilen. Die Gruppe der Frauen und Kinder ergibt sich und liefert sich der Armee aus. Als sie jedoch von Armeeangehörigen misshandelt werden, entschließen sie sich erneut zur Flucht. Ihre Odyssee geht weiter. Endlich findet ein Treffen der Vertreter der Native Americans mit Innenminister Carl Schurz statt, und alle Parteien setzen sich gemeinsam an einen Tisch. Für die Cheyenne geht es um nichts weniger als das eigene Leben. John Fords letzter Western lenkt den Blick auf die Opfer der Eroberung des amerikanischen Westens. Er erzählt die Odyssee der Native Americans. Sie sind der hohlen Versprechungen der amerikanischen Regierung überdrüssig. Die nimmt die Klagen der Ureinwohner nicht ernst und macht sich ein vollkommen unrealistisches Bild von der verheerenden Lage in den Reservaten. Kameramann William H. Clothier wurde 1965 für den Oscar (Farbfilm) nominiert. Im gleichen Jahr erhielt Gilbert Roland eine Nominierung für den Golden Globe als bester Nebendarsteller.
Ein vom Ethos mitmenschlicher Achtung und Verantwortung geprägter Western von John Ford; meisterlich in der Bildgestaltung, bemerkenswert vor allem durch seine epischen Qualitäten und die ungewöhnliche Erzählperspektive aus der Sicht der Indianer (Lex. des Internat. Films).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Richard Widmark
Capt. Thomas Archer
Carroll Baker
Deborah Wright
Karl Malden
Capt. Wessels
James Stewart
Wyatt Earp
Gilbert Roland
Dull Knife
Edward G. Robinson
Innenminister Carl Schurz
Sal Mineo
Red Shirt
Dolores del Rio
spanische Frau
Ricardo Montalban
Little Wolf
Ken Curtis
Joe
Walter Baldwin
Jeremy Wright
Danny Borzage
Trooper
Willis Bouchey
Colonel at Victory Cave
Lee Bradley
Cheyenne
Harry Carey Jr.
Trooper Smith
Dan Carr
Trooper
Jeannie Epper
Entertainer
Stephanie Epper
Entertainer
Shug Fisher
Skinny - Texas Cattle Drover
James Flavin
Ft. Robinson Sergeant of the Guard
William Forrest
Senator
Donna Hall
Entertainer
Sam Harris
Dodge City Townsman
Chuck Hayward
Trooper
William Henry
Infantry Captain
Harry Hickox
Bartender
Harry Holcombe
Senator
Nancy Hsueh
Little Bird
Ben Johnson
Trooper Plumtree
Steven Manymules
Point Man
Ted Mapes
Trooper
Mae Marsh
Woman
Philo McCullough
Man
John McKee
Trooper
David Miller
Trooper
Louise Montana
Woman
Nanomba 'Moonbeam' Morton
Running Deer
Many Muleson
Medicine Man
James O'Hara
Trooper
Denver Pyle
Sen. Henry
John Qualen
Svenson
Walter Reed
Lt. Peterson - Ft. Robinson
John Ford
Regie
James R. Webb
screenplay
William H. Clothier
Kamera
Alex North
Musik
37413487