Made in Norddeutschland
Folge 4 | Wirtschaft + Konsum
Kaum jemand ahnt, dass der Duft von frisch gerösteten Bohnen einst in den Trümmern der Nachkriegszeit aufstieg. Max Herz, der Gründer von Tchibo, erkannte 1949 eine goldene Chance: Kaffee per Post, ein paar Groschen günstiger und damit ein Hoffnungsschimmer für eine klamme Nation. **Doch sein eigentlicher Geniestreich war die Verpackung – nicht nur Kaffee, sondern kleine Alltagshelfer, die das Wirtschaftswunder direkt ins Wohnzimmer brachten.** Das Kaffemännchen wusste genau, wer sparsam ist, und belohnte seine Kunden mit mehr als nur einem guten Tropfen. Während sich Deutschland neu erfand, expandierte auch Tchibo rasant, öffnete Filiale für Filiale. Heute locken bunte Warenwelten und wöchentlich wechselnde Produkte die Käufer an, doch die Familie Herz selbst bleibt ein Rätsel. **Keine Interviews, keine Fotos – hinter dem Imperium verbirgt sich eine ungewöhnliche Abneigung gegen die Öffentlichkeit**, ein Kontrast zu der allgegenwärtigen Präsenz ihrer Marke und ein Geheimnis, das die Dokumentation zu entschlüsseln versucht.
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