Wenders-Klassiker über eine Männerfreundschaft
Roadmovie
Im Lauf der Zeit
Spielfilm
D 1976
170 Min.
Stereo
Ein Kinotechniker und ein Möchtegern-Selbstmörder fahren in einem LKW durchs damalige Zonenrandgebiet und erleben die bundesdeutsche Provinz-Wirklichkeit aus der Perspektive des Beobachters.
"Ein Männerfilm ohne den frauenfeindlichen Zynismus der amerikanischen Vorbilder", schwärmte die deutsche Presse, als Wim Wenders' romantisch-lakonisches Roadmovie in die Kinos kam. Im Mittelpunkt stehen Bruno, der "King of the Road", und Robert, genannt "Kamikaze". Der Zufall bringt sie zusammen. Bruno fährt im Jahr 1976 an der Zonengrenze zwischen dem in DDR und BRD getrennten Deutschland entlang und repariert in Dörfern und Kleinstädten Kinoprojektoren. Robert, der sich von seiner Frau getrennt hat und ständig auf der Suche nach einem Telefon ist, begleitet ihn spontan. Ein Roadmovie durch das, was von Deutschland noch geblieben ist, oder, wie Wim Wenders sagt: "Ein Abenteuerfilm über das Ende des Kinos auf dem Land und den Anfang des Lebens mit 30." Eine schwarz-weiß komponierte Liebeserklärung an die Sehnsucht und den Zweifel. Regisseur Wim Wenders gab mit "Im Lauf der Zeit" 1976 sein Festival-Debüt in Cannes, wo das ohne ausgeschriebenes Drehbuch gedrehte Roadmovie den FIPRESCI-Preis erhielt. Ein Kultfilm wurde "Im Lauf der Zeit" auch, weil er einen subjektiven Überblick über die deutsche Kinogeschichte bietet. Typisch für Wenders ist das Thema USA - hier in Form der Amerikanisierung des deutschen Lebens. Mit Rüdiger Vogler und Hanns Zischler sind zwei außergewöhnliche Schauspieler zu sehen: ehrlich, frei heraus und authentisch wirkend. "Im Lauf der Zeit" wird vom 1. Juli bis 31. Oktober 1975 entlang der DDR-Grenze gedreht von Lüneburg nach Hof. Das in Schwarz-Weiß gedrehte Roadmovie handelt außer von Männerfreundschaft und der Auseinandersetzung mit der Kindheit auch vom Kinosterben im Zonenrandgebiet und Wenders persönlichen Kinovorlieben, schreibt also auch eine subjektive Geschichte des Films von der Stummfilmzeit an.
Regisseur Wim Wenders gab mit "Im Lauf der Zeit" 1976 sein Festival-Debüt in Cannes, wo das ohne ausgeschriebenes Drehbuch gedrehte Roadmovie den FIPRESCI-Preis erhielt. Ein Kultfilm wurde "Im Lauf der Zeit" auch, weil er einen subjektiven Überblick über die deutsche Kinogeschichte bietet. Typisch für Wenders ist das Thema USA - hier in Form der Amerikanisierung des deutschen Lebens. Mit Rüdiger Vogler und Hanns Zischler sind zwei außergewöhnliche Schauspieler zu sehen: ehrlich, frei heraus und authentisch wirkend.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Rüdiger Vogler
Bruno Winter
Hanns Zischler
Robert Lander
Lisa Kreuzer
Pauline
Rudolf Schündler
Roberts Vater
Marquard Bohm
Mann der seine Frau verlor
Dieter Traier
Paul
Franziska Stömmer
Kinobesitzerin
Patric Kreuzer
Little boy
Wim Wenders
Spectator at Pauline's Theater
Peter Kaiser
Movie presenter
Michael Wiedemann
Teacher
Robby Müller
Kamera
Martin Schäfer
Kamera
Axel Linstädt
Musik
28404028