Animierter Langnasenspaß – etwas hölzern
Gesellschaftsdrama
Buddenbrooks
Folge 1
Spielfilm
D 2008
ab 6
90 Min.
Stereo
16:9
Die Buddenbrooks gehören zu den ältesten und einflussreichsten Familien Lübecks. Als die Kinder flügge werden, kommt es zu Unstimmigkeiten in der Familie. Auch das Geschäft läuft immer schlechter.
Konsul Jean und seine Frau Konsulin Bethsy führen ihr Familienleben nach demselben strengen Reglement, das sie auch beruflich leitet: Erfolg und Anerkennung sind für sie der Lohn für Fleiß und Selbstaufgabe. Für ihre Söhne Thomas und Christian haben sie Karrieren im Familienunternehmen vorgesehen, für Tochter Tony eine standesgemäße Heirat. Die bildschöne Tony ist der Liebling der Lübecker Gesellschaft und soll nach dem Willen ihres Vaters den Hamburger Kaufmann Bendix Grünlich heiraten. Tony jedoch verabscheut den aufdringlichen Verehrer. Beim Strandurlaub in Travemünde lernt sie die Liebe ihres Lebens kennen, den sensiblen Medizinstudenten Morten Schwarzkopf. Mit gebrochenem Herzen fügt sich Tony schließlich dem Willen ihrer Eltern. Thomas genießt dagegen das heimliche, unstandesgemäße Glück mit dem Blumenmädchen Anna, während sich der jüngere Christian ganz den Freuden des Theaterlebens hingibt - vor und hinter den Kulissen. In Lübeck hat der revolutionäre Geist der Zeit die Arbeiter- und Handwerkerschaft erfasst. Als sie im Rathaus die Revolution ausrufen, kann allein der Patriarch Jean Buddenbrook den Sturm bändigen. Tatsächlich aber setzen ihm die Folgen persönlicher und geschäftlicher Fehlentscheidungen schwer zu. Nach nur vier Ehejahren muss Tony erleben, wie sich ihr Mann als betrügerischer Hasardeur entpuppt. Nach seinem Bankrott kehrt die geschiedene Tochter zurück ins Elternhaus. Jean inthronisiert Thomas als Geschäftsführer. Bald darauf erliegt er einem Schlaganfall. Mit Fleiß und Disziplin zeigt sich Thomas seiner Aufgabe gewachsen. Die Konflikte mit Bruder Christian jedoch nehmen zu.
Die Adaption von Heinrich Breloer und Horst Königstein erzählt das literarische Meisterwerk neu. Sie entfaltet mit unvergesslichen Figuren die "Seelengeschichte" des deutschen Bürgertums in ihrem durch eigenes Unvermögen geförderten Verfall. Heinrich Breloer, der auch Regie führte, setzt sich nicht zum ersten Mal mit Thomas Mann und seinen Werken auseinander. Schon 2001 schrieb und verfilmte er die ARTE-Koproduktion "Die Manns - Ein Jahrhundertroman", ebenfalls mit Armin Mueller-Stahl. "Buddenbrooks: Verfall einer Familie" ist der erste Roman von Thomas Mann und zugleich der erste Gesellschaftsroman in deutscher Sprache von Weltgeltung. Er wurde 1901 zum ersten Mal veröffentlicht. Thomas Mann erhielt für sein Werk 1929 den Literaturnobelpreis. Schon 1923 wurde der Roman unter dem Titel "Die Buddenbrooks" zum ersten Mal von Gerhard Lamprecht verfilmt. Es folgte 1959 eine zweiteilige Verfilmung in Farbe (Alfred Weidenmann) und 1979 eine Serie mit elf Folgen von Franz Peter Wirth. Die Filmkarriere von Armin Mueller-Stahl begann 1960 mit dem Vierteiler "Flucht aus der Hölle" von Hans-Erich Korbschmitt in der DDR. In der Rolle des indianerfreundlichen Weißen Chris Howard in Konrad Petzolds "Tödlicher Irrtum" (1970) avancierte Mueller-Stahl schnell zum Publikumsliebling und wurde fünfmal in Folge zum beliebtesten Schauspieler der DDR gewählt. Seine Karriere setzte er 1981 in der BRD mit Rainer Werner Fassbinders "Lola" fort. Mit "Music Box - Die ganze Wahrheit" (1989) von Costas Gravas feierte er sein Hollywooddebüt. Es folgten "Avalon" (1990, Regie: Barry Levinson), "Night on Earth" (1991, Regie: Jim Jarmusch) und "Shine - Der Weg ins Licht" (1996, Regie: Scott Hicks), für den Mueller-Stahl sogar eine Oscar-Nominierung erhielt. 2006 kündigte er jedoch an, sich zunehmend aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen und übernahm 2009 seine letzte Leinwandrolle in Ron Howards Dan-Brown-Verfilmung "Illuminati". Iris Berben wurde in der Klimbim-Nachfolgeserie "Zwei himmlische Töchter" (1978) unter der Regie von Michael Pfleghar einem breiteren Publikum bekannt. Als TV-Kommissarin spielte sie in der Krimi-Reihe "Rosa Roth" (1994-2013) die Titelrolle unter der Regie von Carlo Rola. Es folgten weitere Fernsehproduktionen von Rola, insbesondere "Die Patriarchin" (2005) und "Krupp - Eine deutsche Familie" (2009). 2013 wirkte sie in einem weiteren Biopic mit: In "Ein weites Herz - Schicksalsjahre einer deutschen Familie" verkörperte sie die Mutter der Schauspielerin Isa Vermehren. Neben zahlreichen Fernsehpreisen, wie dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis, bekam sie 2003 auch das Bundesverdienstkreuz erster Klasse für ihr gesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus. August Diehl erhielt bereits für seine erste Filmarbeit, die Hauptrolle als Computerhacker Karl Koch im Kinofilm "23 - Nichts ist so wie es scheint" (1998), den Deutschen Filmpreis als bester Darsteller. Neben seinen Hauptrollen in den deutschen Kinofilmen wie "Was nützt die Liebe in Gedanken" (2004) von Achim van Borries, für die Diehl den Preis der Deutschen Filmkritik und den Undine Award gewann, "Die kommenden Tage" (2010, Regie: Lars Kraume), "Wer wenn nicht wir" (2011, Regie: Andreas Veiel), für die er für den Deutschen Filmpreis nominiert war, und "Wir wollten aufs Meer" (2012, Regie: Toke Constantin Hebbeln) wirkte Diehl auch in Hollywood-Produktionen wie Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" (2009), und "Salt" (2010) von Phillip Noyce mit. Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist August Diehl Ensemblemitglied am Burgtheater Wien. Wie August Diehl studierte Mark Waschke an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Von 1999 bis 2008 gehörte er zum Ensemble der Schaubühne Berlin. Für seine darstellerische Leistung in Juraj Herz' "Habermann" (2010) wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis 2009 als bester Darsteller ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinen früheren Studienkolleginnen Nina Hoss und Fritzi Haberlandt.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Armin Mueller-Stahl
Johann 'Jean' Buddenbrook
Iris Berben
Elisabeth 'Betsy' Buddenbrook
Jessica Schwarz
Antonie 'Tony' Buddenbrook
August Diehl
Christian Buddenbrook
Mark Waschke
Thomas Buddenbrook
Raban Bieling
Hanno Buddenbrook
Léa Bosco
Gerda Arnoldsen
Justus von Dohnányi
Bendix Grünlich
Maja Schöne
Anna
Nina Proll
Aline Puvogel
Martin Feifel
Alois Permaneder
Alexander Fehling
Morten Schwarzkopf
Elert Bode
Konsul Lebrecht Kröger
Krijn ter Braak
Meneer Arnoldsen
Teresa Harder
Ida Jungmann
André Hennicke
Sigismund Gosch
Martin Horn
Carl Smolt
Wolfgang Hinze
Hinrich Hagenström
Fedja van Huêt
Hermann Hagenström
Sylvester Groth
Kesselmayer
Maximilian von Pufendorf
Leutnant René Maria von Trotha
Sunnyi Melles
Senatorin Möllendorf
Josef Ostendorf
Senator James Möllendorf
Tonio Arango
Stephan Kistenmaker
Cas Enklaar
Van Kellen
Thomas Meinhardt
Prokurist Friedrich Wilhelm Marcus
Michael Abendroth
Dr. Friedrich Grabow
Matthias Deutelmoser
Dr. Giesecke
Nicholas Reinke
Peter Döhlmann
Katharina M. Schubert
Eva Ewers
Frank-Leo Schröder
Berkemeyer
Jan Peter Heyne
Zahnrzt Dr. Brecht
Peter Clös
Postbote Telegramm
Hannah Corogil
Tony Buddenbrook - als Kind
Ariella Hirshfeld
Julchen Hagenström
Lisa Carline Hofer
Folgemädchen
Ina Holst
Köchin
Jan-Hendrik Kiefer
Kai von Mölln
Valentin Markmann
Hermann Hagenström - als Kind
Daniela Merz
Martha Huneus
Heinrich Breloer
Regie
Horst Königstein
screenplay
Gernot Roll
Kamera
Hans-Peter Ströer
Musik
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