Infomagazin
Sehen statt Hören
Reportage
D 2022
30 Min.
Stereo
in Gebärdensprache
Eine ereignisreiche Woche neigt sich dem Ende zu. In dieser Sendung werden die wichtigsten Ereignisse aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport in einem Rückblick für Gehörlose zusammengefasst.
In der Corona-Krise hat sich erneut gezeigt, wie wichtig Gebärdensprache ist. Und, dass die Gemeinschaft der Gebärdensprachnutzer bis heute um das Recht auf ihre eigene Sprache kämpfen muss. In den 1980er-Jahren legten einige Pioniere den Grundstock für die DGS (Deutsche Gebärdensprache), wie wir sie heute kennen. "Sehen statt Hören" öffnet seine Archivschätze über die Erforschung und Geschichte der Deutschen Gebärdensprache. Professor Prillwitz und sein Team in Hamburg machen den Anfang. Er war es, der zusammen mit seinem Team den Begriff "Deutsche Gebärdensprache" einführte und in seiner Forschung Beweise erbrachte, dass es sich um eine vollwertige Sprache handelt. Auf einem Kongress Mitte der 80er Jahre präsentierte das Forschungs-Team um Professor Prillwitz seine Ergebnisse. Sie hatten mit Gehörlosen eng zusammengearbeitet und die hielten den Vortrag. In Gebärdensprache. Eine Dolmetscherin übersetze. Was heute völlig normal erscheint, war damals verpönt. Der inzwischen 15 Jahre alte Archiv-Beitrag zeigt auch das Team um Prillwitz: Alexander von Meyenn, Heiko Zienert, Wolfgang Schmidt, Regina Leven und Bernd Rehling. Außerdem kommen weitere berühmte Personen aus der Gemeinschaft der Gebärdensprachnutzer zu Wort: Uli Hase, Stefan Goldschmidt oder auch Dr. Chrissostomos Papaspyrou. Moderiert hat die Sendung damals Jürgen Stachlewitz, Kilian Knörzer ist der Sehen statt Hören-Moderator, der die Reihe "Pioniere der Deutschen Gebärdensprache" rahmt.
Willkommen bei "Sehen statt Hören" - der einzigen Sendereihe in der deutschen Fernsehlandschaft, die im Bild sichtbar macht, was man sonst nur im Ton hört! Nicht im "Off", sondern im "On" werden hier die Inhalte präsentiert - mit den visuellen Mitteln des Fernsehens, Gebärdensprache und offenen Untertiteln. Zielpublikum sind vor allem die etwa 300.000 gehörlosen, spätertaubten oder hochgradig schwerhörigen Zuschauerinnen und Zuschauern in der Bundesrepublik, die ein solches Programm benötigen, das ihren Kommunikationsbedürfnissen entspricht und ihnen optimale Verständlichkeit ermöglicht, aber auch alle anderen, die sich von den Themen und der ungewöhnlichen Machart angesprochen fühlen. In wöchentlich 30 Minuten bringt das vom BR produzierte und in allen Dritten Programmen ausgestrahlte Magazin Informationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, von Arbeitswelt, Familie, Freizeit, Sport über Kunst, Kultur, Bildung, Geschichte bis hin zu politischen, sozialen, rechtlichen und behindertenspezifischen Themen.
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