Die Wahrheit über den Holocaust
Staffel 1, Folge 2 von 8 | Zeitgeschichte
Am 7. November 1938 erschießt der jüdische Emigrant Herschel Grynszpan in Paris einen deutschen Diplomaten. Grynszpan ist verzweifelt, weil seiner in Deutschland lebenden Familie alles genommen wurde und sie ins Niemandsland zwischen Deutschland und Polen abgeschoben wurden. Die Nazis nutzen dieses Attentat, um Deutschland mit einer nie dagewesenen Welle von Pogromen zu überziehen. Ihren Höhepunkt findet diese Gewaltwelle am 9. November in der Reichspogromnacht: In ganz Deutschland und Österreich werden hunderte Synagogen sowie über 7.500 jüdische Läden und Geschäfte verwüstet, geplündert und in Brand gesteckt. Mindestens 400 Juden werden ermordet oder begehen aus Verzweiflung Selbstmord. Selbst diese Gewaltorgie aber scheint harmlos im Vergleich zu dem, was deutsche Besatzungstruppen nach Kriegsbeginn am 1. September 1939 den Juden in Polen antun. Deutsche Soldaten verbrennen die heiligen jüdischen Schriften und zwingen die Juden, übers Feuer zu springen, zu singen und zu tanzen. Doch das Lieblingsspiel der Nazis ist das sogenannte Bartspiel: Sie reißen den Juden ihre Bärte ab oder stecken sie in Brand. Die Juden, die nicht aus dem von Deutschland besetzten Teil Polens fliehen können, werden gezwungen, in Ghettos zu ziehen, die in allen größeren Städten eingerichtet werden. Hier sollen sie leben, auf viel zu engem Raum, ohne ausreichende Lebensmittel, ohne medizinische Versorgung, bis die Deutschen einen Plan entwickeln, was mit ihnen geschehen soll. Film von William Karel und Blanche Finger
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