Vom Schicksal gebeutelte Tierpflegerin
Das Geheimnis meiner Schwester
Drama
Antonia Wiedemann (Marianne Sägebrecht) hat sich nach der schmerzlichen Scheidung von ihrem Mann Ludwig (Walter Kreye) ein neues Leben aufgebaut. In ihrer Tierpension auf dem Land kümmert sie sich voller Hingabe um alles, was da kreucht und fleucht. Tierarzt Dr. Rafael Hansen (Siegfried Rauch) vertraut ihr sogar ein Springpferd an, das sein Besitzer schon zum Schlachthof bringen wollte. Für Tiere hat Antonia ein einzigartiges Gespür, doch Rafaels vorsichtigen Annäherungsversuchen weicht sie lieber aus. Zu schmerzhaft war die Enttäuschung mit Ludwig, der sie mit ihrer Schwester Sophia betrogen hatte. Inzwischen hat Antonia ein freundschaftliches Verhältnis zu ihrem Exmann aufgebaut, aber zwischen ihr und Sophia herrscht nach wie vor Funkstille. Da trifft Antonia die Nachricht von Sophias plötzlichem Tod wie ein Keulenschlag. Zudem erhält sie die Vormundschaft für Sophias 13-jährige Tochter Lisa (Isolda Dychauk), von deren Existenz sie bis dato nichts wusste. Antonia nimmt Lisa mit offenen Armen auf, findet aber keinen Zugang zu dem bockigen Teenager. Das Eis bricht erst, als Lisa sich für Antonias Tiere interessiert und Freundschaft mit einem kleinen Mops schließt. Doch der gehört ausgerechnet Antonias Exmann Ludwig, den Lisa wegen seiner überheblichen Art nicht ausstehen kann. Als sich herausstellt, dass ausgerechnet er ihr leiblicher Vater ist, bricht für Lisa eine Welt zusammen. Das Geheimnis meiner Schwester" ist ein feinfühlig inszeniertes Familiendrama. Marianne Sägebrecht durchlebt als liebevoll-resolute Tierpflegerin einige Tiefschläge, bevor sie ihr Glück findet. An ihrer Seite überzeugen Siegfried Rauch, Walter Kreye sowie Isolda Dychauk. Regie führte Bettina Woernle nach einem Buch von Mónica Simon. Gedreht wurde in Hamburg und der Holsteinischen Schweiz. Das rbb Fernsehen sendet „Das Geheimnis meiner Schwester“ zu Ehren von Siegfried Rauch. Am 02. April 2022 wäre der Schauspieler 90 Jahre alt geworden. In Landsberg am Lech am 02. April 1932 geboren führte seine schauspielerische Karriere Siegfried Rauch zunächst auf die Theaterbühnen in München, Berlin, Bremen und Hamburg. Ab den siebziger Jahren weitete er sein Engagement aus und wirkte letztlich in über 135 Filmen und Serien mit, hauptsächlich für das Fernsehen. So spielte er in den äußerst erfolgreichen Serien „Dr. med. Mark Wedmann - Detektiv inbegriffen“ (1974), in der 13-teiligen Verfilmung des Simmel-Romans "Es muss nicht immer Kaviar sein" (1977), in „Die glückliche Familie“ (1987 - 1991) oder in „Wildbach“ (1993 - 1997). Zu Beginn der 2000er Jahre war Rauch mit seinen Figuren sowohl auf dem Wasser als auch im Gebirge auf den Bildschirmen vertreten. Von 1999 bis 2013 übernahm er in der Rolle des Kapitän Paulsen in 37 Folgen das Kommando auf der Brücke von „Das Traumschiff“. Ebenso spielte er in mehr als 100 Episoden Dr. Roman Melchinger in der Serie „Der Bergdoktor“ (2008-2018). Im internationalen Kino konnte Siegfried Rauch unter anderen als Diktator an der Seite von Christiane Krüger in „Sie nannten sie kleine Mutter“ von Regisseur Radley Metzger (1973) brillieren, als auch in der Rolle des Hauptfeldwebel Brandt in John Sturges Kriegsfilm „Der Adler ist gelandet“ von 1976, zusammen mit Michael Caine, Donald Sutherland und Robert Duvall. Nicht zu vergessen ist der große Rennfahrerfilm „Le Mans“ von 1971 in dem Rauch zusammen mit Steve McQueen die Hauptrolle übernahm und über dessen Drehende hinaus ihn eine tiefe Freundschaft mit McQueen verband. Siegfried Rauch starb am 11. März 2018 im Alter von 86 Jahren.
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