Geschichte
Moskaus Imperium
Folge 1
Reportage
D 2015
ab 12
90 Min.
Stereo
16:9
Aufstieg und Fall
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begann 1991 für die ehemalige Sowjetunion ein turbulentes Jahrzehnt im Spannungsfeld zwischen kriegerischen Konflikten und der Suche nach nationalen Identitäten.
Zweiteiliger Film von Matthias Schmidt und Sebastian Dehnhardt Der Zerfall der Sowjetunion vor über 25 Jahren sei die "größte geopolitische Katastrophe" des 20. Jahrhunderts gewesen. Das geflügelte Wort Wladimir Putins drückt Zweierlei aus. Zum einen die Trauer über ein untergegangenes Reich. Zum anderen die Ambitionen, Russland zu früherer Macht und Stärke zurückzuführen. Moskaus Imperium. Heute. Und damals. Das Thema der zweiteiligen Dokumentationsreihe. Teil 1: Aufstieg und Fall Ende der 1970er-Jahre beginnt das sowjetische Riesenreich zu bröckeln. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs löst es sich 1991 rasend schnell auf - bankrott, traumatisiert und gedemütigt vor der Welt. Für die Menschen in Moskaus Imperium folgt ein anarchisch-chaotisches Jahrzehnt im Spannungsfeld zwischen kriegerischen Konflikten und der Suche nach neuem nationalem Selbstbewusstsein. Mit der Jahrtausendwende übernimmt in Russland ein "neuer Zar" das Zepter und schickt sich an, das "alte" Imperium zu früherer Macht und Stärke zurückzuführen. Doch das weckt Ängste. In den früheren Satellitenstaaten Moskaus, die sich seit 1989 rasant in Richtung Westen orientiert haben. Oder in ehemaligen Sowjetrepubliken wie den Baltischen Staaten. Doch wer genauer hinblickt, wird einen sehr viel differenzierten Blick auf die Ereignisse bekommen. Denn die Säulen, auf denen das sowjetische Imperium einst beruhte, sind vielerorts noch deutlich spürbar. Belarus geht einen sehr eigenen Weg, setzt auf Eigenständigkeit bei gleichzeitiger Nähe zu Moskau. Durch die Ukraine läuft ein Riss, ebenso durch die Republik Moldau. Es sind "eingefrorene", ursprünglich bewaffnete Konflikte zwischen pro-russischen und pro-westlichen Kräften. Der zweiteilige Dokumentarfilm "Moskaus Imperium" zeichnet die Geschichte dessen nach, was zu Zeiten des Kalten Kriegs als "Ostblock" bezeichnet wurde - Staaten, die nach 1989 sehr unterschiedliche Wege einschlugen. Die beiden Dokumentarfilme schlagen den Bogen bis in die Gegenwart. Zu Wort kommen Menschen, die diesen radikalen Umbruch hautnah erlebt haben. Und die, die ihn gestaltet haben.
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