Rufmordkampagne versetzt Stadt in Aufruhr
Thriller
Der Rabe
Spielfilm
F 1943
ab 6
85 Min. (92 Min.)
Originaltitel: Le corbeau
Die Bewohner einer Stadt werden von einer Welle anonymer Briefe, die allesamt vom "Raben" unterzeichnet wurden, in Aufruhr versetzt. Mehr und mehr Adressaten fallen der Rufmordkampagne zum Opfer.
Der Alltag einer kleinen französischen Provinzstadt wird durch eine Welle anonymer Briefe gestört. Auch angesehene Männer, Ärzte oder Vertreter der Staatsgewalt, bleiben von den Anschuldigungen des "Raben" - so der Name des anonymen Absenders - nicht verschont. Streit und Groll, Zweifel und Argwohn unter den Einwohnern des Ortes sind die Folge. Der zynische Arzt Rémy Germain, dessen Name in jedem der Briefe auftaucht, gerät schnell in Verdacht, ihr Verfasser zu sein. Ihm wird vorgeworfen, verbotene Abtreibungen vorzunehmen, da sich bei ihm Fälle häufen, dass nur die Mutter die Geburt überlebt. Auch soll er Beziehungen mit mehreren Frauen unterhalten, unter anderem mit Laura, einer ehrbaren Dame und Ehefrau seines Kollegen Michel. Immer mehr Einwohner fallen der Rufmordkampagne des "Raben" zum Opfer. Dabei wird offenkundig, dass er über detaillierte Kenntnisse der Vorgänge in der Kleinstadt verfügt. Die üblen Unterstellungen aus den Briefen nähren das wachsende Misstrauen, gegenseitige Anschuldigungen und eine bald vollends vergiftete Atmosphäre. Viele intime Geheimnisse werden gelüftet - bis auf eines: die Identität des Absenders ...
"Der Rabe" (1943) bezeugte aus Sicht der Deutschen die schlechte Moral und Korruption im besetzten Frankreich. Produziert von einer deutschen Firma, wurde er zunächst vor allem in ebenso besetzten oder neutralen Ländern aufgeführt. Henri-Georges Clouzot erhielt nach Ende des Zweiten Weltkriegs wegen seiner angeblich zu engen Zusammenarbeit mit dem Feind ein vorläufiges Berufsverbot. Im Zuge dessen wurde auch "Der Rabe" (1943), einer seiner ersten Filme, vom Militär zensiert und erst einige Jahre später herausgebracht.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Pierre Fresnay
Dr. Germain
Ginette Leclerc
Denise Saillens
Micheline Francey
Laura Vorzet
Pierre Larquey
Le docteur Michel Vorzet
Noël Roquevert
Saillens - la maître d'école
Héléna Manson
Marie Corbin - l'infirmière
Liliane Maigné
Rolande Saillens
Jeanne Fusier-Gir
La mercière
Antoine Balpêtré
Dr. Delorme
Louis Seigner
Le docteur Bertrand
Bernard Lancret
Le substitut
Jean Brochard
Bonnevi - le trésorier de l'hôpital
Pierre Bertin
Le sous-préfet
Roger Blin
François - le cancéreux du 13
Robert Clermont
Monsieur de Maquet
Marcel Delaître
Le dominicain
Paul Barge
Un homme
Lucienne Bogaert
La provocatrice chez le docteur Germain
Albert Brouett
Un suspect
Marie-Jacqueline Chantal
Une suspecte
Nicole Chollet
La bonne de Vorzet
Etienne Decroux
Le garçon du cercle
Gustave Gallet
Fayolle
Henri-Georges Clouzot
Regie
Louis Chavance
Drehbuch
Nicolas Hayer
Kamera
Tony Aubin
Musik
39628656