Sternstunde Musik
Folge 172 | Dokumentation
Elektronische Musik ist der Sound, den man tagtäglich im Ohr haben. Fast vergessen ist jedoch, dass der Grundstein für den heutigen Mainstream eine bahnbrechende Nischenkunst war. Nach dem Zweiten Weltkrieg experimentierten zwei visionäre Komponisten, der Franzose Pierre Schaeffer und der Deutsche Karlheinz Stockhausen, in ihren Wunderkammern mit seltsamen Geräten. Später dann, in den frühen 1970er-Jahren bezogen sich Bands wie Tangerine Dream und Kraftwerk bewusst auf die Errungenschaften des elektronischen Studios des WDR, wo Karlheinz Stockhausen diverse Werke aufnahm und später Studioleiter war. Und in Paris nahm Jean-Michel Jarre Unterricht bei Pierre Schaeffer, bevor ihm mit "Oxygène" ein Millionenseller gelang. Die Dokumentation erzählt erstmals mit exklusiven Interviews und zum Teil nie gesehenem Archivmaterial die Geschichte dieses Brückenschlags zwischen Avantgarde und Pop. Es ist eine Reise von den vom Krieg gezeichneten Metropolen Paris und Köln, an den rauchenden Schloten Düsseldorfs vorbei bis ins hippe New York, wo schwarze Künstler zu Samples von Kraftwerk den Rap entdecken. Dabei sind Mitglieder von Tangerine Dream, Kraftwerk, Mouse on Mars sowie Jean-Michel Jarre und die Elektronik-Pionierin Éliane Radigue.
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