Fahr mal hin
Land + Leute
Durch den Westerwald verläuft ein kleiner Fluss, die Wied. Ein Naturparadies voller Schönheiten. Das Quellgebiet der Wied liegt nördlich der Westerwälder Seenplatte auf etwa 460 Metern Höhe nahe des Ortes Linden. Hier haben die Ludolfs ihren Schrottplatz. Die Brüder Manni und Uwe waren Stars einer Doku-Soap im Privatfernsehen. Heute handeln sie nur noch mit Auto-Spezialteilen, Raritäten, Gebrauchtem und Neuem. Es geht schräg zu und hemdsärmelig. Als Bächlein fließt die Wied in den Dreifelder Weiher. Jahrhundertelang gehörten die sieben Westerwälder Seen den Fürsten zu Wied. Sie nutzten sie zur Fischzucht, bis sie sie 2019 an die Nabu Stiftung Nationales Naturerbe verkauften. Jennifer Janz ist hier aufgewachsen und wohnt mit ihrer Familie direkt am Ufer des Dreifelder Weihers. Mit ihren Kindern Lou und Miu macht sie eine Wanderung zur sagenumwobenen Seeburg. Schon immer nutzen die Westerwälder:innen die Kraft des Wassers. Die Marzauer Mühle bei Wahlrod, 1453 erstmals erwähnt, wird auch heute noch vom Wasser der Wied gespeist. Friedhelm Jung und seine Schwester Petra Bockmühl mahlen dort ihr selbst angebautes Getreide. In Neitersen gibt es seit 1956 sogar ein Kino am Fluss: das kleine Programmkino "Wied-Scala". Der Leiter, Samuel Tomasiello, bereitet ein Kino-Erlebnis vor: eine Live-Übertragung des Bolschoi-Balletts aus Moskau mit Sektempfang und rotem Teppich. Von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein - für manche ist die Wied ein Lebensfluss.
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