Drama
Elser
Spielfilm
D/I 2015
ab 12
90 Min. (114 Min.)
Stereo
16:9
Georg Elser fasst den Plan, Adolf Hitler zu töten. Das Attentat scheitert. Die Nazis glauben nicht, dass er alleine gehandelt hat. Unter Folter soll er seine vermeintlichen Mitverschwörer verraten.
1932: Georg Elser ist Schreiner und lebt in Konstanz ein unbeschwertes Leben. Um den Vater beim Betrieb des Bauernhofs zu unterstützen, muss er in sein Heimatdorf Königsbronn zurückkehren. Hier spitzt sich die politische Lage merklich zu. Die Meldepflicht wird verschärft und die Bewohner sind bereit, sich gegenseitig zu denunzieren. In der Dorfkneipe kommt es zu Prügeleien zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. An einem solchen Abend lernt er die schöne Elsa kennen. Die beiden verlieben sich sofort ineinander. Elsa ist jedoch mit dem Säufer Erich verheiratet, der sie schlägt und vergewaltigt. Heimlich treffen sie sich und planen ein gemeinsames Leben. Doch dazu kommt es nicht … Die politischen Ereignisse überschlagen sich und lassen kaum mehr Raum für die Träume von privatem Glück. Elsers Freund Schurr, Mitglied der KPD, wird von den Nazis verhaftet und zum Zwangsarbeiter gemacht. Auf dem Dorfplatz wird Lore öffentlich dafür gedemütigt, einen Juden zum Freund zu haben. Dem Nationalsozialismus kann man sich im Dorf bald nicht mehr entziehen und Elser wird immer klarer, dass er etwas tun muss. Und zwar etwas Radikales. Er baut einen Sprengsatz, den er im Münchner Bürgerbräukeller platziert und der während einer Rede Hitlers explodieren soll. Leider ist Hitlers Rede an diesem Abend kürzer als gewöhnlich und die Bombe verfehlt ihn um einige Minuten. Elser versucht in die Schweiz zu gelangen und wird festgenommen. In tagelangen Verhören unter schwerster Folter bleibt er bei seiner Aussage, die Bombe alleine gebaut zu haben. Elser wird die letzten Jahre bis zu seiner Hinrichtung im KZ verbringen. Realisiert hat Oliver Hirschbiegel "Elser" mit einem hochkarätigen Darstellerensemble. In der Titelrolle ist Christian Friedel zu sehen, der dafür mit dem Metropolis-Preis ausgezeichnet wurde. Des Weiteren spielen Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Johann von Bülow, David Zimmerschied, Felix Eitner, Rüdiger Klink, Cornelia Köndgen und Martin Maria Abram. Der Film war 2015 im Kino zu sehen und wurde unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Produktion ausgezeichnet.
"Elser - Er hätte die Welt verändert" feierte auf der Berlinale 2015 Premiere. Der Kinostart erfolgte zum 70. Todestag von Georg Elser, am 9. April 2015. Der Film erhielt überaus positive Kritiken und von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat "besonders wertvoll". Beim Bayerischen Filmpreis wurde "Elser - Er hätte die Welt verändert" als beste Produktion ausgezeichnet. Regisseur Oliver Hirschbiegel erhielt den "Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke". Beim Deutschen Filmpreis wurde der Film mehrfach nominiert. Das Dritte Reich als Stoff ist für Hirschbiegel kein Neuland. Zuvor realisierte er "Der Untergang" (2004).
Diese und 50.000 weitere Sendungen in
Mitwirkende
Christian Friedel
Georg Elser
Katharina Schüttler
Elsa
Burghart Klaußner
Arthur Nebe
Johann von Bülow
Gestapochef Heinrich Müller
David Zimmerschied
Josef Schurr
Felix Eitner
Hans Eberle
Rüdiger Klink
Erich Härlen
Michael Kranz
Franz Xaver Lechner
Manfred-Anton Algrang
Dr. Hübner
Christian Koch
Xaver Rieger
Sebastian Fritz
Leonard Elser
Markus Ertelt
Personalleiter
Cornelia Köndgen
Georgs Mutter
Thomas M. Meinhardt
Bongartz SS Mann
Dennis Hofmeister
Elmar (Jung)
Simon Licht
SS Obergruppenführer
Martin Maria Abram
Ludwig Elser
Gerti Drassl
Lore
Lissy Pernthaler
Protokollführerin
Valentina Repetto
Brunhilde
Anna Unterberger
Anna
Michael Ehnert
Kubjureit
Udo Schenk
Hitler
Thomas Gräßle
Finkbeiner
Anna Holmes
Sekretärin Nebe
Oliver Bigalke
SA-Mann
Emilia Pieske
Iris (5 Jahre)
Oliver Hirschbiegel
Regie
Fred Breinersdorfer
screenplay
Léonie-Claire Breinersdorfer
screenplay
Judith Kaufmann
Kamera
David Holmes
Musik
31240601