Wissen
X:enius
Reportage
D 2020
25 Min.
Stereo
16:9
Warum zu viel Beleuchtung schaden kann
Originaltitel: Xenius
Lichtverschmutzung: Warum zu viel Beleuchtung schaden kann
Erleuchtete, glitzernde Fassaden statt stockdunkle Nacht: Unsere Städte leuchten heute nachts 200-mal heller als früher. Lichtverschmutzung wird das menschgemachte Problem genannt, das nicht nur Energie verschwendet, sondern negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt hat. Tagaktive Lebewesen wie Wirbeltiere oder wir Menschen nutzen die Nacht zur Regeneration. Bei Dunkelheit wird das Hormon Melatonin ausgeschüttet und Müdigkeit stellt sich ein, nicht jedoch bei Dauerlicht. Wie sensibel Organismen auf Kunstlicht reagieren, zeigt sich sogar in Flüssen, die durch dauerbeleuchtete Städte fließen. Unter der hellen Nacht leiden tagaktive Fische wie Flussbarsche. Nicht nur ihr Biorhythmus, sondern auch ihre Fortpflanzung wird gestört. In Folge gerät das Ökosystem aus dem Gleichgewicht. Der Ökologe Franz Hölker untersucht die Auswirkung von Licht auf Insekten im Westhavelland bei Berlin. Diese orientieren sich normalerweise am Licht des Mondes. Verwechseln sie allerdings die Straßenlaterne mit dem Mond, geraten sie in eine Todesfalle. Sie schwirren so lange im Kreis umher, bis sie vor Erschöpfung sterben. Die "Xenius"-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug untersuchen mit Franz Hölker, wie sehr Insekten unter der Lichtverschmutzung leiden, und erfahren, was das für das Ökosystem bedeutet.
Wissen in 26 Minuten - das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.
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Mitwirkende
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